Feuerwehr Wappen 


Vor 1873

Vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr war das Löschwesen in Schönwald kaum organisiert. Dabei gab es gerade in früheren Zeiten für die meist ganz aus Holz erbauten, mit Holzschindeln verkleideten und mit Schindeln gedeckten Bauernhöfe viele Schwachpunkte, die zu einem Brand führen konnten:

Blitzschlag, Selbstentzündung durch feuchtes Heu, Kaminbrand und Funkenflug durch Holzfeuerung. Meist endete so ein Brand in einer Katastrophe, und die Bewohner und Mitbürger, die zu Hilfe eilten, standen dem rasenden Element ,,Feuer" machtlos gegenüber. Bei einem Brand halfen sich die Bürger gegenseitig. Bei Großbränden mussten die Wehren der Nachbargemeinden gerufen werden. An Geräten waren zu dieser Zeit vorhanden: Eine alte Druckpumpe mit Wenderohr, hölzerne Butten, Leitern, Einreißhaken und Ledereimer.

Die Leitung der Feuerbekämpfung lag in den Händen des Bürgermeisters, welcher die uneingeschränkte Kommandogewalt innehatte. Jeder Haushalt musste einen ledernen Löscheimer vorweisen können, welcher von Zeit zu Zeit vom Feuerschauer aus Furtwangen überprüft wurde. Alle Bürger waren zur Hilfeleistung bei Bränden verpflichtet, Uniformen gab es noch keine.

Die Feuermeldungen besorgten Feuerreiter (oft auch Frauen). Die Spritze wurde vom damaligen Spritzenmeister Johann Neininger befehligt; für die Einsatzbereitschaft derselben hatte Severin Dorner zu sorgen. Für den Einsatz der Spritze war der Vorspanndienst genau eingeteilt, und bei Verstoß gegen diese Anordnungen wurden strenge Strafen von der Gemeinde ausgesprochen.

Nachdem im gesamten badischen Großherzogtum nach und nach in den Jahren nach dem 70er-Krieg ,,Pompiercorps" gegründet wurden - die erste Gründung war bereits 1846 in KarlsruheDurlach - erwog auch die Gemeinde Schönwald, das Feuerlöschwesen zu organisieren. Ein wichtiger Grund dürfte der aufkommende Tourismus gespielt haben, der mit der Eröffnung der Schwarzwaldbahn im Jahre 1873 auch Schönwald erreichte.



Zeitleiste


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1873

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Schönwald


Um die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in die Wege zu leiten, fand auf Wunsch des Gemeinderates am 19. August 1873 eine Verhandlung statt. Diese Versammlung, an dem die Mitglieder des Feuerwehrausschusses teilnahmen, stand unter dem Vorsitz von Bürgermeister Kienzler.

Sie brachte den Beschluss, alle Mitglieder der bisher lose zusammengeschlossenen Hilfsmannschaft auf Sonntag, den 24. August, nachmittags 15.00 Uhr in das Schulhaus einzuladen ,,zwecks Bildung einer Feuerwehr mit gleichzeitiger Einteilung der Mannschaften und Wahl der Offiziere". In jener Gründungssitzung wurden gewählt: zum Kommandanten Max Martin, zum Adjutanten Johann Georg Dold, zum Obmann der Schlauch- und Steigermannschaft Liberat Göppert, zum Obmann der Leitermannschaft Gerson Walter, zum Obmann der Spritzenmannschaft Eduard Riesle und zum Obmann der Wasserträger Moritz Uhl. Zu Spritzenmeistern wurden ernannt: Augustin Haberstroh und Severin Dorner. Die Wahl des Schriftführers und Kassier fiel auf Robert Wehrle.

Am 4. September 1873 beriet der Verwaltungsrat über die Statuten. Bei der Diskussion über die einzelnen Satzungen dienten die Statuten der Gütenbacher Feuerwehr als Muster. Gemäß diesen Satzungen ,,trägt der Kommandant einen roten Helmbusch, der Adjutant einen weißen Helmbusch und die Obmänner tragen schwarze Helmbusche". Die Ersatzmänner waren durch rote Armbinden gekennzeichnet. Der monatliche Mitgliederbeitrag wurde auf 6 Kreuzer festgelegt. Jede Abteilung hatte einen Vertreter in den Verwaltungsrat zu berufen.

Am 8. September 1873 wurden die Statuten - vorbehaltlich der Genehmigung durch die Staats- und Gemeindebehörde - von 69 Mitgliedern unterzeichnet. Einige Namen sind (nachträglich ?) gestrichen.

Die hier angelegten und auf vierundzwanzig Seiten niedergeschriebenen Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Schönwald, die der Bestätigung der Staats- und Gemeindebehörde noch bedürfen, verpflichten sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schönwald, dieselbe durch ihre Unterschrift zu erfüllen und zu halten.

Schönwald, den 8. September 1873

Max Martin
Johann Georg Dold
Liberat Göppert
Josef Pfundstein
Gerson Walter (gestrichen)
Gerson Walter (gestrichen)
Sigmund Hummel
Eduard Riesle
Joseph Ganter
Moritz Uhl
Valentin Kuner
Ludwig Brüchig jr.
Carl Josef Dold
Josef Grießhaber
Amand Göppert
Engelbert Duffner
Guido Ganter
Amand Walter
Sidon Wintermantel
Leonhard Schuldis (gestrichen, ist wieder eingetreten)
Severin Dorner
Gordian Rombach
Stefan Haberstroh
Primus Hecht
Sigmund Wehrle
Constantin Eschle
Robert Wehrle
Reinhard Kern
Andreas Eschle
Johann Baptist Göppert
Gottftied Martin
Emanuel Kaltenbach
Robert Dorer (gestrichen)
Magnus Riegger
Adelbert Dufner
Ambros Tränkle
Johann Strauß
Siegfried Hummel
Berthold Kienzler
Anselm Löffler
Konrad Wälde
Salomon Kuner
Gerson Walter (gestrichen)
Weibert Hummel
Julius Faller
Gerson Kuner
Oskar Walter
Gottftied Dold
Herkules Kern
Leo Weißer
August Haberstroh
Samson Wintermantel
Josef Siedle
Stanislaus Eppler
Blasius Martin
Raymund Kaltenbach
Richard Andres (gestrichen)
Josef Dorer
Leo Faller
Salomon Faller
Ludwig Brüchig senior
Robert Walter
Adelbert Walter
Samson Kuner
Lambert Dold
August Haberstroh
August Furtwängler
Elias Kienzler
Salomon Dold
Peter Duffner
Engelbert Dufiner (gestrichen)




Der erste Verwaltungsrat setzte sich zusammen aus:

Bürgermeister J. Kienzier und den Gemeinderäten R. Hilser und J. Siegwart, Hauptmann Max Martin und Adjutant Johann Georg Dold sowie den Obmännern Liberat Göppert, Gerson Walter, Eduard Riesle und Moritz Uhl. Außerdem wurden mit Sitz und Stimme von jeder Abteilung hinzugewählt: Joseph Pfundstein, Sigmund Hummel, August Haberstroh sowie Blasius Martin. Am Sonntag, den 14. September 1873, morgens 6 Uhr, fand unter der Leitung von Johann Bob aus Furtwangen die erste Exerzierübung statt. (Johann Bob wurde später für seine Verdienste als Instrukteur zum Ehrenmitglied des Pompier-Corps Schönwald ernannt).


,,Sämtlich unten verzeichnete Mitglieder haben nächsten Sonntag, den 14, September morgens 6.00 Uhr sich zu der erstmaligen Exerzierübung beim Schulhaus zu versammeln, jeder nicht erscheinende hat sich gründlich auszuweisen. Der Tambour A. Eschle hat um halb 6 Uhr Rebell zu schlagen und die Trommel mitzunehmen".



(Es folgt eine Liste mit 57 Namen)
,,Dieser Zettel ist schleunigst von No. 1 - 57 zu besorgen und vom letztgenannten dem Unterzeichneten zu übergeben".

Das Comando"


Am 15.9.1873 wurde der erste Helm von der Firma Wieland & Company in Ulm als Musterexemplar geliefert.

Es bedurfte aber anscheinend einer Mahnung des Großherzoglichen Bezirksamtes Triberg an die Gemeinde Schönwald, dass endlich Helme und sonstige Ausrüstung zu bestellen seien, was dann im Dezember 1873 auch erfolgte.


"Das Bürgermeisteramt Schönwald wurde veranlaßt, sich mit dem Vorstand der freiwilligen Feuerwehr wegen Anschaffung der Helme und Ausrüstungs-Gegenstände ins Benehmen zu setzen, auch dieses für die Gemeinde äußerst Nützliche Institut mit allen Kräften zu unterstützen und s.Zt. das Geschehene anzuzeigen. Auch sind die Statuten baldmöglichst vorzulegen.

Salzer"


Nach und nach wurden Ausrüstungsgegenstände in größerem Umfange angeschafft, vor allem Helme, Äxte, Pickel, Butten, Seile und Leitern. Die Bezahlung konnte dank dem Eingang freiwilliger Spenden in Höhe von 150 ½ Gulden, sowie durch die Überschreibung des Vermögens der ehemaligen Zunftmitglieder in Höhe von 200 Gulden erfolgen. Zur weiteren Aufbesserung der Finanzen stifteten die Landesfeuerversicherungskasse 300 Gulden und die Feuerversicherungsgesellschaft Thuringia 20 Gulden.

Wie auch heute üblich in manchen Vereinen, so gab es auch damals Querelen. Bei der Feuerwehr schon kurz nach deren Gründung, wie der nachfolgende Brief vom 29. Oktober 1873 belegt.



Geehrte Herrn des Verwaltungsrathes der Feuerwehr Schönwald

Wie allen bekannt sein wird, haben bei der Exerzierübung hiesiger Feuerwehr den l2ten Oktober zwischen mir und dem Hauptmann Reibereien stattgefunden.

Ich glaube als Mitglied des Verwaltungsrathes, sowie als Instruktor beim Exerzieren solche Grobheiten nicht verdient zu haben, bitte deßhalb den Verwaltungsrath mich sofort aus dem Feuerwehrcorps zu entlassen, zugleich stelle ich noch weiter die Bitte, da ich nach den Statuten in eine Strafe verfällt werden kann, mich schonend zu strafen, indem ich zwar unterzeichnet, aber doch noch keine Genehmigung derselben vorliegt. Ist dieses mein Schreiben nicht genügend, so bin ich mündlicher Verantwortung bereit.

Hochachtungsvoll zeichnet
Gerson Walter
Schuster"


Die Statuten wurden am 29. November 1873 vom Bezirksamt Triberg unter Amtmann Salzer genehmigt und konnten am 18. Januar 1874 mit den entsprechenden Dienstanweisungen an die eingeteilten Mannschaften ausgegeben werden.




1874

Am 22. Januar 1874 erhielt die Freiwillige Feuerwehr vom Bezirksamt Triberg die Bestätigung der gewählten Offiziere. Um die Mitgliedsbeiträge schnell und pünktlich in die Kasse zu bekommen, wurde beschlossen, dass nur derjenige seinen Helm ausgehändigt bekommt, der sich mit der Bezahlung des Beitrages nicht im Rückstand befindet. Dieser Beschluss hatte eine ausgezeichnete Wirkung. Das Corps war nun soweit organisiert und ausgebildet, dass es mit Aussicht auf Erfolg eingesetzt werden konnte.
Regelmäßig traf sich der Verwaltungsrat zu seinen Sitzungen.


No. 74
Schönwald, den l2ten März 1874
Feuerwehr Schönwald



An die verehrl. Mitglieder des Verwaltungsrathes Dieselben werden nach § 6 der Statuten zu einer Sitzung auf
Morgen den l3ten März Abends 8 Uhr
In das Gasthaus zum Farnberger Thor eingeladen.

Das Comando

M. Martin odt Riesle



Anm.: Das Gasthaus ,,Zum Famberger Thor" ist die heutige ,,Landpost
Ihren wohl ersten Einsatz hatte die Feuerwehr beim Brand des Hauses ,,Constantin Eschle, Bühl" zu leisten.


Von Anfang an sollte auch die Kameradschaft unter den Wehrmännern nicht zu kurz kommen. Bier, Wecken und die obligatorischen Zigarren trugen sicher dazu bei.


Rechnung

für die hiesige Feuerwehr.

43 8/10 Litter Bier a 70 kr macht  7 Fl  18 kr
für 48 st Weken...                        0 Fl  48 kr
Ein Kistle Sigaren zu 1 fl 54 kr      1 Fl  54 kr
                                      Summa 10 fl

Schönwald, den l3ten Oktober 1874

Moritz Uhl

Obige 10 fl vorschusweis von M. Martin erhalten
Moritz Uhl
 
Obige Zehn Gulden dankend erhalten
M. Martin
 




1875

Scheinbar fehlte der jungen Wehr aber noch der richtige ,,Zug", wie er damals in der militärisch straff geregelten Organisation gewünscht wurde. Der Kommandant sah sich daher 1875 zu folgender Anordnung veranlasst:


,,Um der bisherigen Nachläßigkeit, in Bezug auf das Erscheinen der hiesigen Feuerwehrmänner, die Spitze bieten zu können, und um ein mehr geregeltes Corps in Stande zu bringen, hat sich der Verwaltungsrath, in der Sitzung vom 3 ds. Mts. veranlaßt gesehen, folgende Beschlüße zu faßen und anzunehmen:
Eine Viertelstunde vor der vom Hr. Hauptmann bestimmten Zeit wird Signal gegeben, durch die Hornisten und Tambour, und zwar bedeutend schneller, als dieses bis daher stattgefanden hat. Jeder Feuerwehrmann, der dieses Signal vernimmt, hat sich sofort schnellen Schrittes vor das Spritzenhaus zu begeben, und nicht noch andere Geschäfte unterwegs zu machen.
Sobald eine genügende Anzahl von einer Abteilung vorhanden ist, haben dieselben gleich nöthige Requisiten zu faßen, ohne vorherige Befehle, und sich nachfolgender Ordnung in Front zu stellen.
Zuerst: Rettungsmannschaft, und weil mit diesen die Schlauchführer verbunden sind, haben sich dieselben anzuschließen, alsdann folgt Wassermannschaft, hierauf Leitermannschaft, und zu Schluße Spritzenmannschaft. Präcis zu bestimmter Zeit wird Hr. Hauptmann seine Obmänner vortreten laßen, und Ihnen nöthige Weisung bezüglich der abzuhaltenden Probe geben. Nach gepflogener Besprechnung wird sofort Signal zum Abmarsch gegeben werden. Ist die Probe beendigt, sind nöthige Requisiten wieder auf ihre Plätze zu bringen, worauf dann sämmtlich Mannschaft anzutreten hat, um die nicht Erschienenen bemerken zu können, welche laut Beschluß des Verwaltungsrathes eine Strafe von Rm 1,- zu bezahlen haben.
Tags darauf werden die Strafzettel dem hiesigen Bürgermeisteramt übergeben, wer sich bis dahin nicht genügend beim Comando entschuldigt, ist in genannte Strafe von Rm 1,-verfällt."





1878

Solche Erlasse haben wohl ihre Wirkung gezeigt, denn bis Juni 1878 ging alles gut, doch dann reichte der 1. Kommandant der Schönwalder Wehr, Max Martin, seinen Rücktritt ein.


,,Schönwald den 11ten 6/78


Die freiwillige Feuerwehr Schönwald betr.

Hochgeehrter Verwaltungsrath

Es sind nun 4 Jahre 8 Monate verfloßen seit dem bestehen der hiesigen Feuerwehr, leider traf mich das Loos der allgemeinen Abstimmung des Corps, Comandant hiervon zu werden, auch bei der Neuwahl im Jahre 1876 im September ließ ich mich für obige Carge wieder überreden. In bezug des Diensteifers muß ich dem größten theil der manschaft meinen Verbindlichsten Dank aussprechen. Und ich glaube auch der manschaft gegenüber ohne jegliche Übertreibung mein möglichstes gethan zu haben, ohne der Sache überdrüßig zu werden.

Ist es nun auch letzlich vorgekommen, daß ein looses Maul sagte, es sei noch nie keine Ordnung bestanden, warum jetzt auf einmahl, diesem will ich gerne öffentlich verzeihen, da mit dem etlichen Zwanzigsten Jahre seines Alters nicht das Glück hatte mit einem männlichen Charakter begabt zu werden.

Da ich nun am letzten Samstag Order zu Versammlung der Feuerwehr auf Montag morgens ½ 5 Uhr schriftlich den Herrn Signalisten zugehen ließ, und vorher bei Gelegenheit schon vielen Mitgliedern sagte, daß am Pfingstmontag morgens Probe sei, ich wurde nun derart hingestellt, als könne ein jeder machen wie und was er wolle, ich bereitete mich hierzu vor konnte aber kein Laut von einem Signalisten hören, selbst ging ich noch aus, die Landstraße durch das Dorf abwärts, über Bux das Sägloch wieder heimwärts ohne eine Spur vom Ausrüken der Feuerwehr wahrzunehmen, über dies angeführte wolle nun in meiner Lage ein jeder selbst urtheilen.

Ich ersuche deshalb den Löblichen Verwaltungsrath mich zu entlassen, und die bei mir vorhandenen Ausrüstungsgegenstände in Empfang nehmen zu lassen.


In dessen schleunigster Erwartung
Grüßt Sie Achtungsvoll
Max Martin"



Der Verwaltungsrat nahm die Bitte um Entlassung an. Nachfolger wurde Gregor Rombach, der aber schon nach einem Jahr wegen der gleichen Probleme wie sein Vorgänger aufgab.




1879


,,Löbliches Bürgermeisteramt Schönwald
Bitte
Enthebung der Stelle als Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr betreffend

Wie ich in ihrem Schreiben vom 9. d. M. gesehen habe, sollten sich mehrere Personen geäußert haben, daß es mit der Feuerwehr sehr nachläßig zu gehe in betr. der Übungen und ich es selbst schon hören mußte, So stelle ich an löblichsten Bürgermeister - resp. Verwaltungsrath die freundliche Bitte, mich von mein Dienste als Hauptmann zu entlaßen, indem ich unter keiner Bedingung mehr die Stelle als Hauptmann versehen werde.

Schönwald den 9ten Juni 1879
Achtungsvoll
Gregor Rombach"



Eckhard Riesle, Adlerwirt, wurde zum Kommandanten gewählt. Schönwald war inzwischen Kurort geworden, und die Feuerwehr hatte nun auch für die Sicherheit der zahlreichen Gäste zu sorgen. Ein Umstand, der eine spezielle Ausbildung und die Anschaffung hierfür notwendiger Ausrüstungsgegenstände erforderlich machte.

Zum Vorteil wirkte sich aus, dass die führenden Männer der Fremden- und Uhrenindustrie wichtige Stellen des Verwaltungsrates innehatten oder als Offiziere in der Wehr Dienst leisteten, so u.a. Martin, Riesle, Siedle, K.J. Dold.

Durch Blitzschlag wurde 1879 der Gutenhof eingeäschert. Dies war vielleicht mit ein Grund, dass bereits im September 1879 die Anschaffung einer 2. Spritze beschlossen wurde, die, von der Firma Kurtz geliefert, am 4. April 1880 der Wehr übergeben werden konnte. In den ersten Jahren unterstützte die Gemeinde jeweils mit 50 Mark pro Jahr die Beschaffungen der Wehr.




1880

1880 war ein an Bränden ereignisreiches Jahr. So brannte der Mathisenhof, die Sägmühle Schandelmeier im Loch (heute ,,Waldpeter") und die Anwesen Kuner und Pfaff im Prisen.

,,Bürgermeisteramt Schönwald
Das Feuerspritzenfahren bei einem Brand betr.

Nr.1115

Herren Adlerwirth Riesle & Hirschwirth Siedle hier, sowie Joseph Ganter werden durch dies in Kenntniß gesetzt, daß in der Gemeinderathssitzung vom 25 d.M. wegenrüber Betref 1. beschloßen worden ist, daß derjenige, welcher bei Ausbruch eines Brandes in einer anderen Gemeinde, die Spritze dorthin führt, eine Belohnung von 10 M erhält, hat aber die Spritze wieder retour zu führen. Sollte es erforderlich sein, daß mehr als zwei Pferde gebraucht werden müßen, so wird für dieselben eine besondere Vergütung bezahlt.

2. Für Spritzenführen in der Gemeinde erhält jeder 5 M und wenn mehr als zwei Pferde an einer Spritze erforderlich sind, für letztere eine besondere Entschädigung. Sollten in der Gemeinde die Spritzen nicht bald wieder mit retour genommen werden können, so hat derjenige keine Verpflichtung mehr, dieselben später abzuholen, sondern es werden vom Bürgermeister besondere Pferdebesitzer ernannt, die die Spritzen wieder hierher führen, welche dann eine besondere Entschädigung hierfür erhalten.

3. Der Knecht, welcher die Pferde zuerst an der Spritze hat, erhält 2 M als Belohnung, u. der zweiterste 1 M. Sämtliche Beträge werden aus Gemeindekasse bezahlt.

Schönwald den 30 November 1880
Kienzler Bürgermeister

Die Eröffnung bescheinigt

Eduard Riesle z. Adler
Joseph Ganter
Siedle

Man bittet diese Herren letzeres jeweils ihren Knechten mittheilen zu wollen.
Kienzler"

Bald bemerkte die Feuerwehr, wie wichtig es war, im Brandfalle auf eine Wasserreserve zurückgreifen zu können. Dies war sowohl im Außenbezirk bei den entlegenen Höfen, aber auch innerorts, da es noch keine Wasserleitung gab, ,,brandaktuell". Dass es dabei auch Schwierigkeiten mit den Besitzern gab, zeigt der nachfolgende Schriftwechsel, bei dem es um den heute noch existierenden Brandweiher auf dem Bühl geht.


,,Wohllöbliches Bürgermeisteramt Schönwald
Die Herrichtung eines Feuerweihers betr.

Wir Unterzeichnete erlauben uns hiermit, an Wohll. Bürgermeisteramt die ergebenste Bitte zu richten, doch gefälligst dafür Sorge tragen zu wollen, daß der Weiher ob der Straße neben dem Bühlhof sobald als möglich hergerichtet wird, damit derselbe wieder Wasser hält, und dann künftig gesteckt bleiben muß, mit Ausnahme, wenn derselbe zum Bewässern der Wiesen ausgelassen werden muß. Wir hoffen, daß dieser unserer ergebensten Bitte Gehör geschenkt wird, denn 1. läuft in den untern Weiher welcher gesteckt bleiben sollte, jedoch aber anfangs Juli ausgelassen und nicht mehr gesteckt wurde, wenn es wirklich wenig Wasser hat, beinah kein Wasser, so daß wirklich, da derselbe wieder gesteckt ist, sich darin kein Wasser befindet.

2. Kann man demselben bei einem Brande auf dem sog. Bühlhof bei Westwind sowie bei einem von dem Hause des E. Ragg u. G. Dold und Engel bei Ost u. Westwind gar nicht beikommen, wo man dem oberen beinah bei jedem Brande beikommen kann, oder das Wasser aus dem oberen in den Untern Weiher richten kann, u. 1. kann man in den obern Weiher sämtliches Wasser von dem obern Bühl hineinrichten, so daß man dort immer Wasser hat.

Schönwald den 23. August 7887
Egidius Ragg" (und weitere 10 Unterzeichner)




,,Löbliches Bürgermeisteramt Hier
Auf vorstehende Anzeige habe ich zu erwidern.
Schon im Frühjahr d.J. habe dem Wälde den Auftrag gegeben, den Weiher zu befestigen und bezahlte ich dafür, er hielt Wasser zur Wässerungszeit bis die Trockenheit einbrach und die Mäuße den Damm durchlöchern konnten, wußte aber kein Wort davon seither. So eben dort gewesen, werde so schnell möglich aus eigenem Intresse dafür Sorge tragen, daß der Weiher haltet, behalte mir aber das alleinige Recht vor, die Wässerung wie bisher nach belieben zu leiten und werde ebenfalls dafür sein, wenn der Weiher gesteckt wird so oft von meinen Leuten geschehen kann. Im Übrigen steht der Bühl schon lange und für boshafte Menschen ist schwer auszukommen!

Schönwald den 6. Sept. 1887
Raimund Hilser"




1882

In diesem Jahr musste die Feuerwehr Schönwald zu einem Brand ausrücken: der Bleibauernhof, Besitzer Erhard Scherer, brannte.
Die Feuerwehr hatte und hat neben der Bekämpfung von Bränden als Verein auch repräsentative Pflichten. So wurde sie u.a. zur Teilnahme an der Patroziniumsprozession aufgefordert:

,,Das Erzbischöfliche Pfarramt Schönwald
an das Verehrliche Kommando der freiwilligen Feuerwehr allda.
Die Patroziniumsfeier betr.
Für den Fall, daß es nicht zu spät ist, laden wir das verehrl. Feuerwehrcorps zur Theilnahme an der morgigen Prozession hiermit ergebenst ein.
Die Fahne, welche wohl nicht fehlen wird, könnte leicht an Bank und mit einem Band befestigt werden. Sollte der Herr Kommandant gleichwohl sich am Kirchgang betheiligen können, also beim Vortrag der lat. Messe, so wäre das sehr erwünscht, da wir bekanntlich an Baßstimmen keinen Überfluß haben.
Schäffner Pfr. ? 1882"

Am 22. Oktober 1882 fand ein Kommandowechsel statt:
Glockengießer Josef Siedle übernahm die Führung der Schönwälder Wehr.




1883

Wie straff die Feuerwehr geführt wurde, und wie hart gegen Wehrmänner vorging, die unentschuldigt Proben Brandeinsatzen fernblieben, belegt der folgende Beschluss:


,,Freiwillige Feuerwehr Schönwald Den 30. April 1883

Auf Befehl des Herrn Hauptmann J. Siedle wird Herrn Anselm Löffler, Feuerwehrmann, dahier zugestellt, daß die rückständigen 6 Monatsbeiträge a 60 Pf an Herrn Kahsier Gordian Rombach innerhalb 14 Tagen zu bezahlen sind. Ist die Sache in dieser Zeit nicht in Ordnung, so wird es gerichtlich gefolgt. Die Strafe Herrn Bürgermeister übertragen.

Schriftführer 
Lambert Dold
 
Das Comando
J. Siedle

N.1002   Beschluß

Ortsdiener hier erhält den Auftrag, dem Anselm Löffler hier gegen Bescheinigung zu eröffren, Daß wenn er von Heute ab in 8 Tagen seine rückständigen Monatsbeiträge mit 60 Pf nicht bezahlt,
Vollstreckung verfügt wird.


Schönwald den l2ten Oktober 1883
Bürgermeisteramt
Kienzler

Die Eröffnung bescheinigt.
Anselm Löffler"





1884

Am 2. Juni 1884 feierte die Wehr ihr erstes großes Fest, die Fahnenweihe. Die Fahne wurde von den Frauen und Jungfrauen der Gemeinde gestiftet. Auch die Großherzogin bewilligte hierzu einen Betrag von 50 Mark.

In den Akten der Feuerwehr finden wir eine Prozessakte, die am 22.9.1884 eröffnet und am 21. März 1885 geschlossen wurde. Es war wohl der einzige Prozess, den die Wehr in 125 Jahren ihrer Geschichte führte, und deshalb erscheinen die Umstände und Inhalte erwähnenswert. Aus Platzgründen können die Prozessakten natürlich nur in Auszügen dargestellt werden.

Schönwald den 22. September 1884
,,Geschehen vor Versammeltem Verwaltungsrath.

No. 29

wurde beschloßen, daß die beleidigenden Ausdrücke des Herrn Otto Schäffner bei Bürgermeisteramte zur Anzeige gebracht werden sollen.
Die Aussagen deßselben sind folgende:
Am 14. September 84 d. J. befand sich im Gas thaus zum Löwen dahier, eine Gesellschaft, bei welcher Otto Schäffner anwesent war, u. sich ausgedrückt haben soll, die hiesige Feuerwehr sei eine Lumpengesellschaft.
Ebenfalls habe Sich derselbe ausgedrückt, daß sich darunter Leute befinden, die kein Brod hätten, vielleicht das Geld entlehnt (zum Besuche des Feuerwehrfestes in St. Georgen) und heute machen sie den Herrn damit.
Die Versehnungsbedingungen sollen folgende sein:.
1. Die Zurücknahme in Schwarzwälder Gewerbehalle u. Echo vom Wald (Anm.:Tageszeitungen) nach folgendem Wort lautender


Widerruf

Die beleidigenden Aussagen, welche Ich im Gasthaus zum Löwen dahier, gegen die freiwillige Feuerwehr ausgesprochen habe, nehme Ich als unwahr zurück.
2. Soll derselbe in hiesige Armen=Kahse 10 Mark bezahlen. Als Bevollmächtigter ist Herr Franz Häußler gewählt, um die Sache beim Bürgermeisteramt zu vertreten.
Die Vollmacht soll demselben eingehändigt werden.
Jo. Siedle (und 9 weitere Wehrmänner)




1885

Offenbar hatte der Sühnetermin beim Bürgermeister keinen Erfolg, denn am 31. Januar 1885 wurde vom Großherz. Schöffengericht in Triberg Klage gegen den Privatier Otto Schäffner erhoben. Das Urteil wurde am 12. März 1885 verkündet mit Rechtskraft am 22. März 1885.

Auszug aus dem Urteil:

,,Das Gericht hat für Recht erkannt:
Otto Schäffner von Schönwald ist der Beleidigung der nachstehenden Mitglieder der Freiw. Feuerwehr Schönwald, nämlich 1. Josef Siedle, Hauptmann (Es folgen die Namen von 41 Wehrmännern) schuldig und wird deshalb zu einer Geldstrafe von Zwanzig Mark, welche im Falle der Uneinbringlichkeit in eine Haftstrafe von vier Tagen umgewandelt wird, sowie 3/4 der Kosten verurteilt."

1/4 der Kosten hatte die Feuerwehr zu tragen, da das Gericht nicht anerkannte, dass der Angeklagte die Feuerwehr insgesamt beleidigt hätte. Übrigens stellte Rechtsanwalt C. Kreuzer der Feuerwehr für seine Bemühungen 13M55 in Rechnung.

Das waren noch Zeiten!




1886

Am 26. Mai 1886 trat die Feuerwehr Schönwald dem Landesfeuerwehrverband bei. Bereits am 10. Oktober d.J. bewilligte der Ausschuss der Landesfeuerwehr-Unterstützungskasse einen Zuschuss von 200,- Mark zur Ausrüstung der Mannschaft und der Reparatur der schadhaft gewordenen Spritze.




1887

Ab Juni 1887 waren in Schönwald zwei Spritzenmannschaften einsatzbereit, die nach den jeweiligen Wohnbezirken eingeteilt waren.

Am 9. August legte Hauptmann Josef Siedle sein Amt nieder. Am 21. August wurde Gastwirt Reinhard Ketterer zu seinem Nachfolger gewählt.




1890

In der Nacht vom 30.9. auf 1.10.1890 wurde Schönwald von der bisher größten Brandkatastrophe in seiner Geschichte heimgesucht.

Vom damaligen Schulhaus (Standort des heute abgerissenen alten Rathauses) bis zum heutigen Schuhhaus Cornel Hettich in der Hauptstraße fielen insgesamt 12 Wohnhäuser den Flammen zum Opfer und fielen in Schutt und Asche. Die Wehren aus Furtwangen, Triberg und Schonach eilten der Schönwälder Wehr zu Hilfe. Durch diesen Großbrand wurde der gesamte Ortskern vernichtet. Die spontane Hilfe von allen Seiten in Form von Geld- und Sachspenden zeugte von einer großen Anteilnahme. Die Großherzogin von Baden spendete 200 Mark, der Großherzog 100 Mark.

Das Offizierscorps der Kurmärker Dragoner, von welchem kurz zuvor zwei Eskadronen in Schönwald im Quartier lagen, spendete den ansehnlichen Betrag von 150 Mark.




1891

Am 11. Oktober 1891 wurde Josef Siedle erneut zum Kommandanten der Wehr gewählt. Damals wurde zu ungewöhnlichen Zeiten zu Generalversammlungen eingeladen. Wer nicht erschien, hatte mit strenger Bestrafung zu rechnen.

,,Freiwillige Feuerwehr Schönwald den 10. Dezember 1891

Einladung


Die unterzeichneten Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr haben Sonntag den 13. Dezember nachmittags 3 Uhr
in das Schulhaus zur Generalversammlung zu erscheinen. Es wird bemerkt, daß die Monatsgelder eingezogen u. die fehlenden Feuerwehr-Mitglieder bei dieser Versammlung
streng mit 1 Mark bestraft werden.

Das Commando
Josef Siedle


Tages=Ordnung!

1. Jahres Abschluß
2. Weihnachtsfeier"





1892

Das Jahr begann für die Wehrmänner mit einer freudigen Abwechslung. Obmann Fritz Siedle, seines Zeichens Hirschenwirt, lud seine Kameraden zu seiner Hochzeit am 26. Januar ein. Kurzer Auszug aus der Anordnung, die Einladung anzunehmen:

,,...die Einladung des Kameraden und Obmann Fritz Siedle Hirschenwirth dahier, anzunehmen. Um 8 3/4 Uhr wird Sammlung-Signal gegeben u. hat Sich sämtliche Mannschaft, blank geputzt u. ganz dunkler Hose, im Gasthaus zum Ochsen anzutreten. 26. Januar.

Alles weitere wird der Mannschaft beim Antreten mitgetheilt

Das Commando
Josef Siedle"

Am 1. März 1892 bekam Schönwald eine Feuerlöschordnung. Diese stützte sich auf die des Amtbezirkes Triberg vom 17. Juni 1873. Laut Inventur verfügte die Wehr zu diesem Zeitpunkt über folgende Gerätschaften:

2 Spritzen, davon 1 mit Saugvorrichtung,
120 Meter Schlauchmaterial,
4 hölzerne Butten,
12 Feuereimer,
9 Leitern,
4 Feuerhaken,
10 Pechpfannen,
20 Pechkränze,
4 Feuerlaternen und verschiedene andere Gerätschaften.


Dies alles war im ehemaligen Schulhaus untergebracht. Für damalige Verhältnisse konnte man von einer recht guten Ausrüstung reden.




1893

,,Freiwillige Feuerwehr Schönwald den 1. November 1893
Laut Beschluß des Verwaltungsrrathes vom 28. Oktober wird dem Feuerwehr Mitglied Abth. III Bertrand Dold eröffnet, da das ganze Jahr zu keiner Probe erschienen, vom freiwilligen Feuerwehrcorps ausgeschloßen, u. seine Requisiten Helm & Gurt innerhalb 8 Tagen beim Herrn Hauptmann Joseph Siedle abzugeben hat. Die Eröffnung bescheinigt
Ortsdiener Andres

Das Commando
Josef Siedle"



1896

Die Gemeinde wollte den Mannschaftswagen, der zum schnellen Transport der Wehrmänner zur Brandstelle bereitgehalten wurde, verkaufen. Sie musste aber, nachdem sich seitens der Wehr massiver Protest erhob, ja sogar mit einem kompletten Rücktritt gedroht wurde, davon Abstand nehmen.


,,Veräußerung des Fahrwagens betr.    25. Juli 1896

DDa uns durch die Annonce v. 25. d.M. bekannt wurde, daß ein Theil der uns von der Gemeinde zu Dienst überlassenen Requisiten der Feuerwehr weg am 30ten d.M. versteigert werden soll, finden wir uns veranlaßt, dem löbl. Gemeinderath mitzutheilen, daß wir diese Handlung nicht unbeachtet lassen können. Nach dem Ausdruck der Annonce soll derselbe entbehrlich sein. Wir finden aber hierzu keinen Grund. Es ist bis jetzt noch selten nothwendig gewesen, denselben in Thätigkeit zu setzen, aber wir finden es für besser, wenn dieser Hilferuf von unseren Nachbargemeinden unterbleibt, jedoch in der Noth aber da ist. Diese Demonstration kann nur gegen uns, also unßer Corps sein, also eine Herabwürdigung, wenn man unsere Requisiten versteigert, und solches in der Zeitung lesen muß. Unser Beschluß (des Verwaltungsrathes) in der heutigen Sitzung geht nun dahin, daß wir ins gesamt anmit unsere Demision heute einreichen, insofern der Gemeinderath auf seinem Beschluß bestehen bleibt."





1897

Im August 1897 erfolgte die Bildung einer Schutzmannschaft. Diese setzte sich vorwiegend aus älteren Wehrmännern zusammen und war hauptsächlich für die Absperrung bei Bränden vorgesehen. Diese neue Abteilung musste neu ausgerüstet werden. Kleinere Anschaffungen, wie z.B. Trommeln, wurden von dem Erträgnis einer Kollekte bestritten. In den 90er Jahren entstanden im Kurort Schönwald zwei große Hotelbauten, der ,,Adler" und das ,,Viktoria". Es war bald klar, dass zum Schutz dieser Großobjekte das bisherige Leitermaterial nicht mehr ausreichte, weshalb man schon Ende 1897 ernsthaft über die Anschaffung einer mechanischen Leiter nachdachte. Dies konnte aber erst 1906 verwirklicht werden.




1898

Am 31. Januar fiel der stolze Othmershof im Weißenbach den Flammen zum Opfer, wobei fast das gesamte Vieh verbrannte. In diesem Jahr wurde die Wehr auch umstrukturiert, indem die Mannschaften nämlich in Züge eingeteilt wurden.

Am 8. September 1898 feierte die Feuerwehr Schönwald ihr 25jähriges Jubiläum. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte die Wehr 40 Einsätze nachweisen.




1902

Am 1. Januar 1902 legte Josef Siedle sein Amt als Feuerwehrkommandant nieder. Zu seinem Nachfolger wurde am 1. April 1902 der Maler Bernhard Beha gewählt.

,,Geschehen   Schönwald, den 5. April 1902

Vor Versammeltem Verwaltungsrath wurde beschlossen:

Daß unser Corps am April d.J. anläßlich der Feier des 50jährigen Regierungs-Jubiläums Se. Königl. Hoheit des Großherzogs, auf Einladung des Militärvereins an der Kirchenparade theilnehmen wird.

Antreten am genannten Tage morgens 8 Uhr auf gegebenes Signal beim Gasthaus zum Ochsen.
Am 20. d. .Mts. soll noch eine Generalversammlung abgehalten werden zur Beschlußfassung wegen Abhalten eines Festbanketts zur Feier des 50jährigen Reg. jubiläums Se. Königgl. Hoh. des Großherzogs.

B. Beha Hauptmann
Ketterer Bürgermeister
(und Unterschrften der übrigen Verwaltungsratsmitglieder)"

Im Juli 1902 beriet man erneut über die Anschaffung einer mechanischen Leiter. Mangels Geld wurde der Antrag aber erneut vertagt.




1903

,,Geschehen Schönwald, den 26. Dezember 1903

Vor Versammelter Generalversammlung zur Vorlage Kassenabschluß für 1903 betr.

Beschluß

Es soll aus der Kasse per Mann 1.20 M. für ein Essen aus der Kasse genommen werden. Das Essen im Gasthaus Hirsch, Drei-König-Abend 7 Uhr, und soll noch Tanzzettel von dem Gastgeber beigebracht werden.

B. Beha Commandant"





1904

Im Jahre 1904 hatte die Feuerwehr eine Stärke von 105 Mitgliedern inclusive 6 Spielleuten.

,,Nachtrag zur Verwaltungsrats-Sitzung vom 30. Januar 1904 Bericht über den am 14.d.Mts. Stattgefundenen Brand.
Am 14. Januar d. J. morgens zwischen 6 1/4 und 3/4 Uhr wurde die Feuerwehr allamirt. Es brannte im Hause No. 62, welches dem Wilhelm Kromer in Freiburg gehörig, von Emanuel Kaltenbach bewohnt war.
Nach Eintreffen der Feuerwehr auf dem Brandplatz war das Haus in hellen Flammen und konnte bei dem heftigen Wind demselben kein Einhalt geboten werden, es wurden nur wenige Gegenstände gerettet.
Um 9 Uhr rückte das Groß des Corps wieder ab und blieb die Wache bis Nachmittag in den Händen der 1. Abteilung.

B. Beha, Commandant





1906

Am 9.4. brannte das Hotel ,,Hirschen". Dies erforderte Überlandhilfe aus Triberg und Furtwangen

,,Brandbericht vor dem Verwaltungsrat

Geschehen Schönwald, den 17. April 1906

In der Nacht von Sonntag, den 9ten auf Montag, den 10. d.Mts. etwa 12 Uhr brach im Gasthaus zum Hirschen aus bisher noch unaufgeklärte Weise Feuer aus, welches mit rasender Schnelligkeit sich ausbreitete, so daß in wenigen Augenblicken der mit Schindeln gedeckte Dachstuhl in hellen Flammen stand, an Fahrnißen wurde einiges gerettet, doch mußte bald hiervon Abstand genohmen werden, und beschränkte sich die Hauptarbeit der Feuerwehr auf die Rettung des angebauten Hotels sowie des gegenüber stehenden Wohnhauses des Guido Ganter, und es ist dem einmütigen tapfern Eingreifen sämtlicher Mannschaften des Corps zu verdanken, daß die oben genannten Gebäude nicht vom Feuer ergriffen wurden.
Die Feuerwehren von Triberg und Furtwangen wurden zu Hilfsleistungen angerufen und laufen sollche um 1/4 2 Uhr auf dem Brandplatze ein, doch war die Hauptgefahr vorrüber und konnten dieselben nach kurzer Arbeit wieder abrücken.
Leider verunglückte ein Corpsmitglied, Primus Riegger von der III. Abteilung Spritze 1 in dem derselbe beim Ausweichen zwischen den Schläuchen mit dem Fuße hängen blieb und sich dadurch einen Schenkelbruch zuzog.

B. Beha, Commandant"


Endlich konnte die lang ersehnte mechanische Drehleiter beschafft werden. Sie wurde geliefert von der Firma Lieb in Biberach und am 30. Juni 1906 der Wehr übergeben. Am gleichen Tag noch wurde die neu gebildete Leitermannschaft am neuen Gerät instruiert.





1907

Am 2. Juni 1907 übernahm Ratschreiber Weinbert Walter das Kommando der Feuerwehr. Unter ihm wurde die Einführung einer Stammrolle für die Wehr beschlossen.




1908

Die Feuerwehr-Unterstützungskasse stellte wieder eine Summe von 500 Mark für notwendig gewordene Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung, wovon u.a. auch Mützen für die Mannschaften gekauft wurden.

,,Brandbericht vor dem Verwaltungsrat

Geschehen Schönwald, den 15. März 1908

Am 12. März d. Mts. 2 3/4 Uhr wurde die hiesige Feuerwehr allamirt. Es brannte im Haus des Johann Strauß zur Sonne, wegen den hohen Schneemassen konnte an das Mitnehmen der Feuerspritze nicht gedacht werden. Trotzdem die Mannschaft baldigst zur Stelle war, konnten nur noch wenige Fahrniße, Tisch und Stühle aus dem Wirtschaftslokal gerettet werden.
Die ganze Thätigkeit erstreckte sich auf die Rettung des in unmittelbarer Nähe stehenden Remises und des in nächster Nähe stehenden Mastes der Telegraf- und Telefonleitung, welches auch gelang. Um 5 Uhr wurde die Mannschaft entlassen, und hat Wache Spritze 1. Morgens 8 Uhr wurde dieselbe entlassen, da keine Gefahr mehr vorhanden war.

Walter Hauptmann





1909

,,Geschehen Schönwald, den 8. Dezember 1909

vor versammelter Generalversammlung wurde beschlossen: Es soll eine Weihnachtsfeier abgehalten werden und zwar mit Theater und Komische Stücke und zum Schluße soll noch ein Glückhafen veranstaltet werden.

Und erhält jeder Mann pro Kopf 50 Pfennig aus der Kasse. Es wurde weiter noch beschlossen, daß bei jeder Hauptprobe und Leichbegräbniß ohne Entschuldigung in eine Strafe von 1 Mark verfällt wird. Auch soll bei Spezialproben ohne Entschuldigung eine Straft von 30 Pfennig erhoben werden.

Walter Hauptmann"





1911

,,Geschehen zu Schönwald am 8. Dezember 1911
vor versammelter Generalversammlung Weihnachtsfeier betr.
Von einer solchen wurde Abstand genommen, doch soll bei geeigneter Gelegenheit dafür ein Faß Bier bezahlt werden.
Eine lange Debatte fand über die Strafen statt, und es soll Sorge getragen werden, daß die, welche mit der Bezahlung von den Strafen im Rückstande sind, entweder Ihren Verpflichtungen nachkommen, oder den Ausschluß aus dem Korps zu erwarten haben.

Walter Hauptmann"





1912

Im Jahre 1912 konnte mit 500 Mark aus der Unterstützungskasse ein Hydrophor (Saugfeuerspritze) gekauft werden.

Fabrikant Alfred Dold wurde am 22. September 1912 als neuer Kommandat gewählt. Er sollte sein Amt über 30 Jahre ausüben. Er wurde zu einem sehr verdienten Wehrführer der Feuerwehr Schönwald, hatte er doch die schwierige Aufgabe, die Wehr während zweier Weltkriege zu führen und ihre Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.


,,Geschehen vor versammeltem Verwaltungsrat am 26. Oktober 1912
Dem Beispiele anderer Wehren folgend soll auch in unserem Korps eine einheitliche Uniform eingeführt werden und zwar Juppen mit blos einreihigen Knöpfen. Obleute Ersatzmänner sollen Achselstücke erhalten, ferner Feuerwehrmänner mit 10, 20 & 25 jähriger Dienstzeit Auszeichnung durch Schnüre.
40jähriges Jubiläum und Fahnenweihe. Darüber soll mit dem Bezirksamt ins Benehmen gesetzt werden, ob diese Feier im kommenden Jahr abgehalten werden darf und wie sich die Generalversammlung zur Abhaltung dieses Festes stellt.

Alfred Dold Hauptmann (und Unterschrijten der Verw. ratsmitglieder)"





1913

Das 40jährige Jubiläum erforderte etliche Vorbereitungen:


,,Geschehen am 22. Februar 1913 vor versammeltem Verwaltungsrat
Zur Bestreitung der Kosten für die neue Fahne soll eine Kollektion in der Gemeinde vorgenommen werden, es wird bei verschiedenen Damen angefragt, ob sie die Sammlung der Gelder übernehmen werden.

Alfred Dold (und Unterschrijten Verwaltungsrat)"


,,Außerordentliche Versammlung zu Schönwald am 9. März 1913
Der Kommandant Herr Alfred Dold gab bekannt, daß die Fahne bei der Endinger Fahnenfabrik von Zäzilie Kramer um den Preis von 480 M. einschl. sämtlichem Zubehör bestellt worden sei.

Alfred Dold (und Unterschrijten Verwaltungsrat)"


,,Geschehen zu Schönwald am 12. April 1913 vor versammeltem Verwaltungsrat
Vom Großherz. Bezirksamt wurde die Erlaubnis, eine Kollekte für die neue Fahne vorzunehmen, unter gewissen Bedingungen gestattet, und wird nächster Tage von den Damen damit begonnen werden.

Alsdann wurde mit der Aufstellung des Festprogrammes begonnen:.

Auszüge:

21. Juni   abends Fackelzug und Festbankett

22. Juni   morgens
5 Uhr       Tagreveil und KanonenSchüssen
8 Uhr       Kranzniederlegung auf dem Friedhof
8 1/2 Uhr Festgottesdiens
10 Uhr     Empfang der ankommenden Gäste
11 Uhr     Übung der Feuerwehr
1 1/2 Uhr Festessen
2 1/2 Uhr Festzug

nachher Festakt auf der Festbühne, dann Beisammensein in den verschiedenen Gasthäusern

8 Uhr Festball in der Sonne
23. Juni Gemeinsamer Ausflug nach Weissenbach zum Kamerad Kienzler / Rößle

Zur Verschönerung des Festes hat Herr Hauptlehrer Schroff erklärt, daß seine Sänger beim Fest singen werden.

Alfred Dold Komm. (und Unterschrijten des Verw.rates)"


,,Geschehen vor versammeltem Verwaltungsrat am 7. Mai 1913
Nach der Spezialprobe am Samstag ist im Gasthaus zum Falken Besprechung wegen dem Fest. Vom Verwaltungsrat wurde vorgeschlagen, jedem Feuerwehrmann zum Festessen 2,50 M. zu bewilligen. Die Kollektion zur Anschaffung der Fahne ergab die schöne Summe von 584,50 Mark.

Alfred Dold (und andere Verwaltungsratsmitglieder)"




Vom 21. bis 23. Juni 1913 konnte dann das 40jährige Jubiläum gebührend gefeiert werden. Einige Auszüge aus dem Pressebericht

,,Echo vom Wald" vom 23.6.1913:

,,Unser heutiges Feuerwehrfest, das Fest des 40jährigen Jubiläums unserer Feuerwehr in Verbindung mit Fahnenweihe, ist unter sehr großer Anteilnahme aus Nah und Fern in schönster Weise begangen worden. Ein glänzendes Fest, das dürfen wir wohl sagen, ein Fest voll Schwung und Stimmung, liegt damit hinter uns, dessen über alles Erwarten schöner, die großen Mühen der Vorbereitung aufs beste vergeltender Verlauf auf lange hinaus zu den freudigen Erinnerungen unserer Gemeinde gehören wird. Umso höher ist dieses hochbefriedigende Ergebnis anzuschlagen, als leider die Witterung sich recht unfreundlich gezeigt hat, Regen alles zu verderben drohte und erst gegen Abend Aufheitung eintrat.

Der ganze Festverlauf klappte im übrigen vorzüglich in allen Teilen. Mit Feuereifer wurde am Vorabend letzte Hand an die Dekorationen gelegt. Abends um 9 bewegte sich der Fackelzug unter den Klängen der Musikkapelle durch den festlich illuminierten Ort, wobei die wirklich großartige Beleuchtung des Hotel ,,Viktoria" allgemein freudigen Befall erweckte."

... "Ein kräftiges "Gut Wehr" auf das gute Gelingen des Festes beschloß das Festbankett. Böllerschüsse und Tagwache riefen in der Frühe die Schläfer zum Feste auf. Unter Vorantritt der Musik ging es in strömendem Regen geschlossen, Festjungfrauen, Gemeinderatskollegium, Militär- und Turnverein im Zuge, zum Festgottesdienst.

... "Für 40jährige Dienstzeit wurden mehrere Wehrmänner geehrt. Namens der Gemeinde überreichte sodann Herr Bürgermeister Ketterer jedem der Gründer eine goldene Uhr mit Widmung.

,,Nach dem feierlichen Dekorationsakt fand eine Löschprobe unserer Feuerwehr statt, welcher der alte "Adler" als Brandobjekt diente. Alle Geräte fanden dabei Verwendung, und die Probe verlief so vorzüglich, daß sie unserer Wehr und ihrer tüchtigen Leitung das allerbeste Zeugnis ausstellte. Allgemeine Anerkennung wurde dem Korps zuteil."

... "Das Festessen im "Viktoria" war für 126 Teilnehmer, das so vorzüglich und reichlich ausfiel, daß Herr Ketterer rückhaltloses Lob erntete."

... "Inzwischen waren von allen Seiten in großer Zahl auswärtige Gäste herbeigeströmt, trotzdem der Himmel kein freundliches Gesicht dazu machte. Der Festzug bewegte sich vom ,,Bühl" bis zum ,,Ochsen" und wieder zurück bis zum gediegen hergerichteten Festplatz beim Hotel ,,Viktoria"."

Auf der Veranda des Hotels ,,Viktoria" ging nach dem Festzug der feierliche Akt der Fahnenübergabe vor sich."

... "worauf Herr Hauptlehrer Schroff das Wort ergriff zur Festrede, die in wohldurchdachter, von idealem Geiste durchdrungener Darstellung Gefühle der Festfreude und idealer Erhebung in den Zuhörern anklingen ließ. Möge die jetzige Freude nicht verrauschen mit dem Fest, sondern uns begeistern zu gleichem Streben. Aber auch unsere Nachkommen sollen wir begeistern, damit sie in gleicher Liebe zur schönen Sache enntbrennen. Von jeher hat in unserem Korps ein patriotischer und religiöser Geist geherrscht, stets hat es an patriotischen und religiösen Festen mitgewirkt. Von der Gemeindeverwaltung wurde die Wehr stets bestens mit den nötigen Löschgeräten versorgt."

... "Ein feuriger Appell an die Schönwälder Feuerwehrleute rief diese auf zu neuer Liebe und Treue zur Fahne, als dem Symbol der Treue, der Kameradschaftlichkeit und der Zusammengehörigkeit. Starken Korpsgeist, echte Manneszucht möge sie auch fürder beseelen. Wie in der Vergangenheit mögen sie allezeit treu stehen zu Fürst und Vaterland. Dem Landesfürsten galt das begeisterte, brausend aufgenommene Hoch des Redners, und rauschender Beifall gab Kunde von der überaus nachhaltigen Wirkung seiner prächtigen Ausführungen."

... "Stimmungsvolle Vorträge des Gesangvereins und der Musik schlossen sich an."

... "In den Wirtschaften herrschte anschließend flotter Betrieb zur Freude unserer Wirte."


Gegen Abend kam sogar die Sonne noch heraus, um mit freundlich verklärendem Lächeln unseren heimwärtsziehenden Gästen noch eine Empfindung jener wunderbaren Hochland-Naturstimmung zu vermitteln, die ewig neu dem empfänglichen Gemüte innerlich-erhebende Reize offenbart."

Jede Zeit hat ihre eigene Sprache - lassen wir die Auszüge aus der ,,Triberger Zeitung - Echo vom Wald" in Ruhe auf uns wirken. Wir können vielleicht in unserer heutigen, eher nüchternen und sachlichen Zeit nur schwer nachvollziehen, was die Menschen damals bewegt hat.
Eines aber steht in der Nachschau fest: Der dargestellte Patriotismus war echt und überzeugt, und so ist auch verständlich, daß schon im Jahr darauf, 1914, viele Männer als Soldaten treu und ergeben dem Ruf des Kaisers zu den Waffen folgten.
Am 22. August 1913 erging ein Aufruf an die Bewohner von Schönwald zur Bildung eines Stammes von passiven Mitgliedern, die jährlich einen Beitrag von 1,20 Mark zu bezahlen hatten.
Diese Einnahmen sollten dazu verwendet werden, die Wehr besser ausstatten zu können. War dies die freiwillige Form der später eingeführten Feuerwehrabgabe oder schon der Versuch, einen Förderverein für die Feuerwehr zu gründen? Erfreulicherweise ließen sich viele Einwohner als passive Mitglieder der Wehr werben.




1914

Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges mussten 75 Wehrmänner einrücken, darunter auch der 1. und 2. Kommandant.

,,Verwaltungsratssitzung am 5. September 1914, Landpost
Ersatz für den eingerückten Kommandanten und Adjutanten
Als Stellvertreter für den Kommandanten wurde für die Zeit des Krieges Herr Ratschreiber Weinbert Walter und für den Adjutanten Herr Blechnermeister Gregor Rombach alt bestellt.
Die beiden nahmen die Stellvertretung an. W Walter.

(und Unterschriften Verw.rat)"




1915

,,Verwaltungsratsitzung am 8. Mai 1915, Sonne
Es wurde bekannt, daß nahezu 2/3 des Korps im Felde steht. Im Februar wurden an unsere Kameraden im Felde 64 Liebesgaben-Pakete abgesandt, im Betrage von Mk. 76,46. Es wurde beschlossen, bei der Hauptprobe die halbjährigen Monatsbeiträge einzuziehen und den Ertrag unseren im Dienste des Vaterlandes stehenden Feuerwehrkameraden zukommen zu lassen.

Walter Hauptm. Stellvertreter (und weitere Unterschrijten)"


"Brandbericht

Unserm nahezu 1000 mtr. Ü.d.Meere gelegenen Höhenluftkurort drohte am 9. Juni eine große Gefahr. Der Blitz schlug in das große, ganz von Holz erbaute, inmitten einer großen Zahl von Häusern gelegene Gasthaus zur Landpost, Besitzer Emilian Ketterer, z.Zt. Im Felde, ein.
Innerhalb weniger Minuten war das ganze Haus vom Feuer ergriffen, so daß an eine Rettung nicht zu denken war. Ein Weitergreifen des Feuers auf andere Gebäude hätte für unseren Ort unabsehbares Unglück bringen können u. so mußte mit allen zu Gebote stehenden Kräften das Feuer bekämpft werden.
Die Feuerwehr, infolge des Krieges fast auf ein Drittel ihres früheren Bestandes zusammengeschmolzen, unter ihrem stellv. Kommandanten Herr Ratschreiber Walter leistete beinahe Übermenschliches, um Herr des Feuers zu werden. Dank der unermüdlichen Arbeit der Wehr und unter Mithilfe der gesamten Einwohnerschaft war gegen Abend das Feuer auf seinen Herd beschränkt u. unser Ort vor großem Unglück bewahrt. Auch die Nachbarwehren von Furtwangen u. Triberg waren schnell eingetroffen u. sei ihnen auch an dieser Stelle der Dank ausgesprochen. Leider wurde bei den Löscharbeiten ein älterer hießiger Feuerwehrmann durch herabstürzende Balken verletzt u. trug schwere Brandwunden davon. Der Verletzte, Aug. Furtwängler, Obmann der Schlauchführer, wurde bereits mit Ehrenzeichen für 40jährige Dienstzeit ausgezeichnet u. wendet sich demselben allgemeine Teilnahme zu. Mit Einbruch der Nacht konnte ein Teil der Feuerwehr wieder abrücken. Herr Bürgermeister Ketterer sprach im Namen der Gemeinde dem Korps für seine große Arbeit den Dank aus. Ein Teil des Korps blieb noch zurück zur Bewachung der rauchenden Trümmer.

W Walter, Hauptmann-Stellv. (und weitere Unterschriften)"





1916 - 1918

Als Ersatz für die im Krieg befindlichen Wehrmänner wurde 1917 eine Jungmannschaft mit 101 Mitgliedern gebildet. Glücklicherweise ereigneten sich in dieser Zeit nicht viele Brandfälle. Schreckliche Bilanz für den kleinen Ort Schönwald am Ende des 1. Weltkrieges: Von 75 eingerückten Wehrmännern fielen 12 und weitere 6 starben noch in der Heimat.

Nach Ende des Krieges war es außerordentlich schwierig, die Wehr wieder auf den Stand wie vor dem Krieg zu bringen.




1919 - 1922

Am 13. April 1919 wurde schon die Einführung einer Feuerschutzabgabe ins Auge gefasst, und zwar immer wieder mit dem Ziel, eine möglichst einwandfreie, zeitgemäße Ausrüstung für die Wehr sicherzustellen. Kommandant Alfred Dold führte in dieser Versammlung auch die Neubildung der Wehr durch, wobei einige Führungsstellen neu besetzt wurden. Die Inflation brach herein, und an große Anschaffungen war nicht mehr zu denken.

Am 7. November 1921 genehmigte zwar die Unterstützungskasse 2370 M. für neue Schläuche und Kupplungen. Die Gemeinde bewilligte um jene Zeit jährlich 100 Mark für Anschaffungen. Um trotz der finanziell schlechten Zeit über die zur Erhaltung der Wehr benötigten Mittel verfügen zu können, wurde von Oktober bis Dezember 1922 eine Haussammlung veranstaltet, die den Betrag von M. 1555 einbrachte. So konnte doch noch einiges beschafft werden.
Zu allem Unglück der Inflation brach auch noch der Winter früh und hart über Schönwald herein:

,,Verwaltungssitzung am 9. Oktober 7922 im Gasthaus zur Sonne Herbstproben betr.
Es wurde beschlossen, die Herbstproben in diesem Jahr ausfallen zu lassen, da die Zeit schon so weit vorgeschritten und die Witterungsverhältnisse ganz außerordentlich schlecht sind.

Der Verwaltungsrat

Alfred Dold Kdt. (und weitere Unterschriften)"





1923

Mitten in die Inflationszeit fiel auch das 50jährige Jubiläum, das am 24 Juni 1923 in kleinem und bescheidenem Rahmen gefeiert wurde.




1925 - 1926

Am 14. September 1925 konnten 100 m Schläuche und 10 Paar Grether-Kupplungen gekauft werden. Auch wurde ein Minimax, Typ F, angeschafft.

,,Brandbericht
Am 20. Januar morgens 1/2 3
Uhr wurden wir durch Alarmsignale aus dem Schlaf geweckt. Es brannte das Anwesen des Klemens Hummel auf der Guten. Da des Tags zuvor viel Neuschnee fiel und alle Wege verweht waren, war es unmöglich, Spritze und Löschmaterial mitzunehmen. Das alte Haus brannte schnell zusammen und war schon am Boden, bis die Feuerwehr nach 1stündigem Marsche durch den Schnee auf dem Brandplatze erscheinen konnte. Zu retten war leider nichts mehr.
Der Besitzer welcher nochmals in das brennende Haus eintrat, verlor dabei sein Leben.

Alfred Dold, Kdt. (und Unterschriften des Verwaltungsrates)"




"Generalversammlung am 15. Mai 1926, Gasthaus zum Ochsen
...Kommandant sprach noch über die endlich soweit untergebrachte Feuerschutzabgabe. Diejenigen Ortsbewohner, welche sich nicht aktiv beteiligen, verfallen eben unbedingt der Bezahlung dieser Abgabe.
Es wurde dieselbe in 3 Stufen eingeteilt:
1. te Stufe 2.00 M.  2. te Stufe 5.00 M.  und 3. te Stufe 10.00 Mark."
 




1928-1929

Das Jahr 1928 wurde durch die Fertigstellung der Wasserleitung und der großzügigen Anlage von Hydranten im Ort für die Brandbekämpfung von besonderer Bedeutung. Lange in der Planung, wurde dieses wichtige Vorhaben endlich realisiert. Die älteste der zwei vorhandenen Spritzen wurde überflüssig und konnte verkauft werden. Für den Erlös schaffte die Wehr einen Hydrantenwagen und Kleingerät an.

Die Anschaffung einer Motorspritze wurde ins Auge gefasst, da die Nachbarwehren bereits mit diesem modernen und wirksamen Gerät ausgerüstet waren. Am 6. Juli 1928 wurde eine zweiteilige Schubleiter erworben und die Einführung von Feuerwehrpässen beschlossen. Die Feuerschutzabgabe erbrachte im Jahre 1929 die schöne Summe von M 550 ein, wovon wieder einiges Gerät beschafft werden konnte.

,,Brandbericht
Am 11. September 1929, kurz vor 6 Uhr abends ertönten Feuersignale. Es brannte der Mathisenhof Johann Mark in Weifienbach. Da Ostwind herrschte, entzündete sich das etwa 150 m davon liegende Haus des Karl Ragg, in welchem die Familie Franz Spath wohnte. Die brennenden Schindeln des großen Daches vom Mathisenhof flogen auf die hinterliegenden Gebäude wie Schulhaus, sowie Haus Papa und Weiß.
Die ersten eintreffenden Feuerwehrleute dirigierte das Kommando zum Haus Weiß, welches durch Schindelflug schon Feuer gefangen hatte, dasselbe wurde im Entstehen gelöscht. Mittlerweile traf die Spritze ein, welche mit
2 Schlauchleitungen das Schulhaus, sowie Haus Papa vor weiteren Übergrffen durch Flugfeuer schützten. Um weiteres Unheil zu verhüten, wurde telefonisch zur Hilfeleistung die Motorspritze von Triberg gerufen, welche gegen 1/2

7 Uhr eintraf. Dieselbe bekämpfte die beiden Brandherde Mark und Ragg, nach beinahe 4 stündiger, ununterbrochener Arbeit, wurde das Feuer ziemlich eingedämmt, sodaß die Triberger gegen 1 Uhr nachts abrücken konnten, nachdem sie einen Imbiß im Rößle eingenommen hatten.
Inzwischen wurde die Wache eingeteilt und wurde dieselbe gestellt von Abtlg. Schlauchfiihrer sowie Leitermannschaft ca. 40 Mann. Denselben wurde ebenfalls im Rößle ein Vesper verabfolgt. Die Kosten hatte die Gemeinde üblicherweise übernommen. Da in den Trümmern die Heuhaufen immer noch weiter glimmten, mußte die Wehr am 14. September nochmals alamiert werden, um dieselben zu zerstreuen u. vollkommen abzulöschen.
Nach 2 stündiger harter Arbeit gelang es nun, den Brandplatz zu verlassen.

Alfred Dold, Kdt."




1930 - 1932

,,Ausmarsch am 1. Juni 1930
Am Sonntag, den 1. Juni erfolgte der vom Verwaltungsrat beschlossene Ausmarsch. Vom herrlichen Wetter begünstigt, zogen die Kameraden um 5 Uhr morgens unter den Klängen der Kurkapelle in Richtung Straßwald, wobei unter Kommando des Adjutanten Ganter einige Marschübungen erfolgten. Über die von Stabstrompeter Dorer gegebenen Signale fand eine Belehrung statt. Sodann ging es weiter über die Katharinenhöhe. Die Musikkapelle erfreute durch ihre schneidigen Märsche immer wieder die frohe Schar, und allzu rasch war man am Ziele.
Bei Kamerad Kaltenbach herrschte bald frohe Stimmung, zumal unser allverehrter Kommandant, Herr Dold, guten Willen zeigte und allen Kameraden einen kräftigen Schluck Kirschwasser reichen lies. Gar zu schnell rückte die Zeit zum Abmarsche heran und unter Musik und Gesang bei herrlichem Sonnenschein zog man dem friedlichen Dorfe zu. Wohlbefriedigt von dem schönen Ausmarsche trennte man sich mit dem Bewußtsein, unter Feuerwehrkameraden einige vergnügte Stunden verlebt zu haben."


Am 23. September 1932 war dann der Tag gekommen, an dem eine Lafetten-Motorspritze der Fa. Metz & Co., Karlsruhe, in Dienst gestellt werden konnte.




1933

Bedingt durch die neue Motorspritze erfolgte am 8. April 1933 die Neueinteilung der Wehr in 2 Züge, eine Wachmannschaft (Mannschaften mit 25jähriger Dienstzeit) und eine Ehrenmannschaft (Ehrenmitglieder und Kameraden über 65). Der 1. Zug setzte sich aus Rettungs-, Motorspritzen-, und Wassermannschaft, der 2. Zug aus Leiter-, Handdruckspritzen-, und Wassermannschaft zusammen.

Am 7.5.1933 beging die Wehr zum ersten Mal mit einer feierlichen Kirchenparade den Florianstag mit anschließenden Referaten über Brandschutz und Brandverhütung im Hotel ,,Hirschen".

Am 15. Juni1933 beteiligte sich die Wehr erstmals geschlossen an der Fronleichnamsprozession.

Am 4.8.1933 konnte die Restschuld für die Motorspritze aus Uberschüssen der Bezirkssparkasse, welche die Gemeinde zur Verfügung stellte, bezahlt werden.


60jähriges Jubiläum
Auszüge aus dem Bericht des "Schwarzwälder Tagblatt" vom 24. August 1933:

"Das 60jährige Jubiläum der Freiw. Feuerwehr Schönwald
Am Sonntag, den 20. August, beging die Freiw. Feuerwehr Schönwald ihr 60jähriges Jubiläum. Die Veranstaltungen, die in bescheidenem Rahmen gehalten waren, nehmen einen erhebenden Verlauf und hinterließen bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck.
... In der Festpredigt würdigte H.H. Pfarrer in herrlichen Ausführungen das Jubiläum des Corps Schönwald. Es freue ihn, daß die Führung der Wehr am Jubeltag Gott an erster Stelle die Ehre gebe.
... Im Anschluß an den Gottesdienst fand in der "Landpost" ein Frühschoppen statt, bei dem Herr Hauptlehrer Chun einen Vortrag über die Chronik der Feuerwehr hielt.
... Nachmittags fand eine große Schauübung statt, als Brandobjekt diente das Kurhaus ,,Adler". Eine sehr große Zuschauermenge verfolgte mit sichtlicher Spannung die Angriffe der einzelnen Abteilungen. Allenthalben war man voll des Lobes über die prachtvolle Haltung der Mannschaft und ihrer Führer.
Leider ereignete sich ein bedauernswerter Unfall. Der Steiger der Rettungsmannschaft, Ludwig Kaltenbach, ein hervorragender Turner, stürzte durch das Herausbrechen eines Fensterkreuzes aus dem 2. Stockwerk des alten Adler-Gebäudes ab und mußte von der Sanitätskolonne vom Platze getragen werden. Gottlob sind die Verletzungen nicht schwerer Natur.
... Im Hotel "Hirschen" fand die eigentliche Jubiläumsfeier statt. Herr Kommandant Alfred Dold begrüßte viele Gäste aus Nah und fern.
... Zum Schlusse gedachte der Herr Landrat Dr. Müller des greisen Reichspräsidenten von Hindenburg, des genialen Kanzlers Adolf Hitler und des Reichsstatthalters Robert Wagner, auf die ein ,,Sieg Heil" ausgebracht wurde.
... Etliche Wehrmänner wurden ausgezeichnet, u.a. Amand Walter flir 60jährige Dienstzeit.
... Noch lange saßen die wackerern Wehrmänner im trauten Kreise beisammen. Die Kurkapelle unter Leitung von Kapellmeister Walter verschönte die herrlichen Stunden durch flotte Militärmusik.
Es war ein Tag, der in der Chronik der Freiw. Feuerwehr seinen Ehrenplatz finden wird."



An den Bildern und im Text der Zeitung kann man unschwer feststellen, daß das braune Gedankengut auch vor unserm Ort Schönwald und der Feuerwehr nicht haltmachte. Es steht uns aber heute nicht zu, darüber zu befinden bzw. darüber zu richten.




1934

"Verwaltungsratssitzung am 31.7.1934 im "Falken"
Kdt. Dold berichtete zur Neuunformierung, daß in Zukunft die Knöpfe an den Röcken weiß sein müssen und nacheinander verchromt werden sollen."





1935

Durch eine Verfügung des Ministeriums des Innern mussten die Wehrleute im Gasschutz ausgebildet werden. Die Wehr nahm an einem 3stdg. Kurs in Triberg teil.

Beim 32. Bad. Landesfeuerwehrtag in Villingen nahm die Feuerwehr Schönwald mit einer Gruppe teil und wurde 18. von 22 beteiligten Gruppen.

Anlässlich der Herbsthauptprobe am 26. Oktober 1935 prüfte eine Einsatzgruppe der Wehr die Feuerlöschleitung, die vom Brandweiher (Schwimmbad) zum Dorf führte. Die Funktion dieser Leitung wurde für sehr gut befunden.




1936

Mit Erlass vom 14. April 1936 wurde auch die Schönwälder Feuerwehr in die Polizei-Exekutive eingereiht. Aus dem Verwaltungsrat wird der Führerrat; der Kommandant trägt die Bezeichnung ,,Wehrführer".

"Auszeichnungsfeier am 1. Mai 1936
Am 1. Mai konnten wiederum eine Anzahl Feuerwehrkameraden für langjährige treue Dienst ausgezeichnet werden.
Reg. assessor Mallebrein(?) nahm die Auszeichnungen vor. Unter Hinweis auf die Bedeutung des Tages hob er hervor, dass der 1. Mai als Erhebungstag aller schaffenden Deutschen besonders geeignet sei, verdiente langjährige Wehrmänner auszuzeichnen, da gerade diese in Ausübung ihres Dienstes praktische Volksgemeinschaft pflegen.
Wehrführer Dold forderte auf, weiterhin treu zur edlen Feuerwehrsache zu stehen und sich damit für die Erhaltung wertvollen Volksgutes einzusetzen. Zum Schluss der einfachen Feier brachte er ein dreifaches "Sieg Heil" auf unseren Führer aus.

Paul Bäuerle, Schriftwart     Alfred Dold (für den Führerrat)"



Am 6. August 1936 löste man die alten Satzungen sowie den bestehenden Verwaltungsrat auf. Neue Satzungen wurden ausgerufen und ein neuer Führerrat gewählt. Es folgte die Neuemteilung der Wehr in einen Normal- und einen Halblöschzug. Die Eintragung der Wehr in das Vereinsregister wurde am 23.12.1936 vollzogen.

Am 5.9.1936 vernichtete ein Brand das Anwesen Albert Duffner im Farnberg.




1938

"Landesausschuss-Sitzung
Am 17. September fand in Villingen eine Landesausschuss-Sitzung statt, an der mehrere Wehrmänner aus Schönwald teilnahmen.
Die Neuuniformierung muss mit allen Mitteln gefördert werden. Messinghelme sollen schnellstens abgeschafft, dafür Stahlhelme angeschafft werden.
Volksfeste bei Jubiläen, wie solche noch in jüngster Zeit veranstaltet wurden, werden als dem Charakter der Feuerlöschpolizei nicht entsprechend verworfen und untersagt.

Schrifiwart Paul Bäuerle

Der Wehrfiihrer Alfred Dold"





1939

Anfangs des Jahres 1939 fand kreisweit eine Eisensammlung der Feuerwehren statt (Anm.: Schon in Vorbereitung des Krieges, da Rohstoffe Mangelware waren ?), woran sich auch die Schönwälder Wehr beteiligte. Kreisweit wurden über 60 Tonnen Eisen gesammelt.
Groß in der Presse berichtet wurde über einen in Schönwald vom Bad. Landesfeuerwehrverband durchgeführten Winterschulungslehrgang vom 6.bis 12. Februar 1939 unter dem Motto:
"Die Bekämpfung der Brände im Winter".


Aus dem ,,Schwarzwälder Tagblatt" vom 7.2.39:

...,,Bürgermeister Burkhart begrüßte die 140 Teilnehmer.
Gerade hier im hohen Schwarzwald bereite die Bekämpfung der Brände im Winter große Schwierigkeiten, so daß diese Schulung nur von Nutzen sein könne. Adjutant Wolf schloß die Eröffrung des Kurses mit der Parole aller Feuerwehrmanner:
Einer für alle und alle für einen !"

Zitate aus dem ,,Schwarzwälder Tagblatt" vom 14.2.39:

...,,Beim Brand eines entlegenen Schwarzwaldhofes war es selten möglich, den rasenden Lauf des Unglücks aufzuhalten. Die Bewohner mußten froh sein, wenn sie ihr Leben, ihr Vieh und ihr wertvolles Hab und Gut noch in Sicherheit bringen konnten.
Gibt es im Sommer schon große Schwierigkeiten fiir die Feuerwehren aufgrund der weit von den nächsten Siedlungen entfernt liegenden Gehöften, so war die Rettung im Winter bei verschneiten Wegen vollends ausgeschlossen, da jede Möglichkeit fehlte, die notwendigen Geräte rasch herbeizuschaffen. Es ist daher nur verständlich, wenn die Feuerwehren bei uns im Schwarzwald von jeher auf Mittel sannen, dem roten Hahn auch diese letzte Beute abzujagen. Hauptzweck der Übung war es deshalb, den Einsatz von Löschgeräten motorisierter Art mit den auf jedem Bauernhofvorhandenen Transportmitteln zu üben und Erfahrungen auf diesem Gebiet zu sammeln, um im Ernstfall die Geräte möglichst rasch an das Brandobjekt heranzubringen. So wurden kleine Motorspritzen auf Rodelschlitten und auf Hornschlitten transportiert. Die Feuerwehr Schönwald führte einen eigens für eine größere Motorspritze konstruierten Spezialschlitten vor. Zum ersten Male wurde auch eine eigens für den Einsatz im Winter geschaffene Tornistermotorspritze von etwa 35 kg vorgestellt, die von einem Fußgänger oder auch von einem geübten Skfahrer auf dem Rücken zum Brandherd getragen werden kann. Die zu diesem Gerät gehörigen Schläuche und Armaturen wurden ebenfalls auf besondere Traggeräte verteilt, die zum Transport durch Skiläufer bestimmt sind. Für die praktischen Übungen stand ein ausgedehnter Gerätepark zur Verfügung, der teils von der Landesfeuerwehrschule, teils von der Firma Metz leihweise zur Verfügung gestellt wurde. Ein großer Teil der Geräte war sogar eigens für diesen Kurs konstruiert worden. Da in einem schweren Winter im Schwarzwald nur eine mit den Brettern bestens vertraute Mannschaft eingesetzt werden kann, stand auch die Ausbildung im sportlichen Skilauf mit an erster Stelle. Dieser Teil des Kurses erreichte seinen Höhepunkt mit sportlichen Wettkämpfen. Dabei belegten Schönwälder Wehrmänner sehr gute Platzierungen:
Langlauf, 10 km: 1. Pfaff Otto, 2. Schätzle Erich
Mannschaftsoriertierungslauf: 3. Kreis Villingen (Mannschaft aus Schönwald)
Geschicklichkeitslauf 1. Schönwald.
Die Mannschaft gewann dafür eine tragbare Motorspritze !"


Am 9. März 1939 wurde ein Nürburg-Mercedes-Mannschaftswagen angeschafft.

Mit diesem Eintrag endet das offizielle Protokollbuch der Feuerwehr Schönwald. Entweder wurde es während der Kriegsjahre 1939 - 45 nicht geführt, am Ende der Hitlerzeit vernichtet oder von der Besatzungsmacht beschlagnahmt. Lediglich Kassenbelege von 1940 - 43 und Schriftwechsel aus den Jahren 1943 - 45 geben ein wenig Aufschluss über die auch für die Wehr unruhige und schreckliche Kriegszeit.




1943

Während des Krieges und auch in der Nachkriegszeit bis 1951 füllte der Kampf um die Zuteilung von Treibstoff die Aktenordner. Benzin und Dieselöl waren kriegswichtig und somit im zivilen Bereich wie auch bei der Feuerwehr äußerste Mangelware.


,,Schönwald, den 3. Januar 1943

An den Unterkreisführer Hauptbrandmeister Häberle, Villingen
Betr. Treibstoffzuteilung für nachbarl. Überlandhilfe
Während wir für unsere Motorspritze eine Treibstoffreserve von 40 L Benzin für nachbarliche Überlandhilfe besitzen, fehlt immer noch die betr. Treibstoffreserve für den für diese Zwecke verpflichteten LKW der Fa. Uhrenfabrik Wehrle hierfür 100 km Fahrt und bitten beim Wirtschaftsamt
30 L Rohöl
da der LKW Dieselmotor hat, zu beantragen, damit auch diese vorgeschriebene Fahrtreserve endlich bereitgestellt ist.

Heil Hitler!
Alfred Dold, Wehrführer"


Auch nachfolgende Einladung gehört als historisches Dokument in diese Zeit. An solchen Veranstaltungen der Partei musste die Feuerwehr ebenso teilnehmen wie an militärischen Paraden und Feiern der NSDAP so u.a. am 30.01.43: Feier der NSDAP 10jährige Machtübernahme.


"N.S.D.A.P.                 Schönwald, den 10. Januar 1943
Ortsgruppe Schönwald

"Einladung

Am Donnerstag, den 14. Januar 1943 abends 20 Uhr findet im Schulhaus ein
Schulungsabend statt, in dem Pg. Hack, Villingen, über das Thema Europa und Amerika sprechen wird.
Zu diesem Schulungsabend sind alle Pg. SA, HL BDM, DAF, NSV Rotes Kreuz, NS Frauenschaft, sowie sämtliche Mitglieder des NS Reichskriegerbundes und Freiw. Feuerwehr herzlich eingeladen.
Die Führer der Formationen werden gebeten, ihre Mitglieder dazu einzuladen.

Heil Hitler
Der Ortsgruppenleiter J.V
gez. G.H."



Aus dem Jahresappell vom 20.02.1943 des Wehrführers Alfred Dold:

"Der 70. Jahresappell steht im Zeichen unseres Jubiläums. Es dürfte ein Markstein in der Entwicklung unserer Wehr sein. Es wird im Laufe dieses Jahres wohl Gelegenheit geben, diesen Zeitabschnitt in schlichter Weise zu begehen.
... Der Mitgliederstand ist heute 91 Mann und 15 in der Altersmannschaft, wovon 26 bei der Wehrmacht und 8 auswärts dienstverpflichtet sind, sodass wir noch 57 verfügbare Feuerwehrmänner haben. So wenigstens auf dem Papier. Infolge Überalterung, Krankheit sind es etwa 45-50 Mann. Wenn wir bis jetzt mit dem Bestand ausgekommen sind, so wird dies künftig nicht mehr der Fall sein, denn die Auswirkungen des totalen Krieges werden noch einige Einberufungen zur Folge haben.
... Wir hatten einen Notdienst zu organisieren, wozu kürzlich 28 junge Männer verpflichtet wurden. Es ist auch nötig, ältere Kameraden wieder zum Dienst heranzuziehen.
... Die Ausbildung der Wehr ist weiter verschärft worden und soll alle 14 Tage eine Übung abgehalten werden.
... Und wie an der Front unsere Kameraden standhalten, so muss auch die Heimat in der Arbeit standhalten und die Leistung verbessern. Es gibt keine Ausrede und keine Ausnahme, es gibt nur die Pflicht. Nur wer schweigend alle Mühe und Plage auf sich nimmt, nie klagt und immer zupackt und dabei nie vergisst, dass auch die schwerste Arbeit und jede Unbequemlichkeit in der Heimat vor den Augen der Männer an der Front nur leicht wiegt, nur der gehorcht dem Rufe der Nation!"
Im März 43 wollte die Feuerwehr Schönwald bei der Fa. Metz eine 3-teilige Steckleiter bestellen, was aber in jener Zeit gar nicht so einfach war. Der Schriftwechsel zog sich lange dahin. In Auszügen geben wir ihn wieder, da die heutige Nachkriegsgeneration nur schwer nachvollziehen kann, wie man in Kriegszeiten um alles kämpfen musste.


15. Februar 1943
,,Carl Metz Feuerwehrgerätefabrik

An Feuerwehr Schönwald

Eine Steckleiter, DIN 14 1709, 3 tlg.
Preis: R.M. 108,30

...Die Lieferzeit beträgt 3-4 Monate nach Eingang der Eisenscheine.
Als Anlage erhalten Sie unsere Eisenanforderung in 3facher Fertigung zur Beantragung des erforderlichen Materials."


16.3.1943
"Feuerwehr Schönwald
 
An Fa. Metz
betr. Steckleiter,

und wollen Sie bitten um schnellste Lieferung. Da die Eisenanforderung sich verzögert, so geben wir Ihnen eine von der Fa. Dold Söhne hier, welche diese 18 kg Eisen vorschussweise zur Verfügung stellt, um so keine weitere Verzögerung bei der Lieferung zu verursachen."


16.3.1943

"Carl Metz
 
An Feuerwehr Schönwald
betr. Steckleiter

... Bei Auftragserteilung bitten wir um Überlassung von Eisenmarken oder Eisenübertragungsscheinen in Höhe von 23 kg. Ein Aufteilungsblatt werden wir Ihnen noch zugehen lassen."


17.3.43

"Feuerwehr Schönwald
 
An Fa. Carl Metz
betr. Steckleiter

... Sie machen uns ein Angebot über eine 4 tlg. Leiter und 23 kg Eisenmarken. Wir wollen aber eine 3 tlg. mit 18 kg benötigten Eisenmarken."


29.3.43

"Carl Metz

An Feuerwehr Schönwald
betr. Steckleiter

Wir bestätigen den Erhalt des Eisenübertragungsscheins über 18 kg. Wir benötigen aber einen über 23 kg. Außerdem liegt uns Ihre Bestellung noch nicht vor."


1.4.43

"Feuerwehr Schönwald

An Fa. Carl Metz
betr. Steckleiter

(Anm.: Der ganze Sachverhalt wird nochmals ausführlich geschildert) Wir hoffen, dass die Sache nun endgültig geklärt ist und Sie uns mit Lieferung der Leiter bevorzugen, da für Auswärtseinsatz jederzeit benötigt werden kann."


Karlsruhe, den 5. April 1943

"Badischer Gemeindetag

An Bürgermeisteramt Schönwald
betr. Steckleiter

Für die Deckung des Bedarfs für die Beschaftung einer 3-teiligen Leiter für die Freiw. Feuerwehr ist das Kontingent des Reichsführers SS und Chef der Dt. Polizei zuständig. Den Eisenanforderungsschein gebe ich in der Anlage an Sie zurück."


15.4.43

"Carl Metz

An Feuerwehr Schönwald
betr. Steckleiter

gleichzeitig bestätigen wir den Erhalt Ihres Eisenscheines über 18 kg. Wir werden um eine rasche Lieferung besorgt sein.


16.4.43

"Feuerwehr Schönwald

An Fa. Carl Metz
betr. Steckleiter

Inzwischen wurde der von Ihnen eingereichte Eisenanforderungsschein für 18 kg von der Gemeinde weiter behandelt und wurde derselbe abschlägig beschieden mit der Bemerkung, dass zur Deckung des Bedarfs an Eisen für eine Steckleiter die Herstellerfirma selbst zu sorgen hat. Daher bitten wir Sie, den von uns an Sie geschickten Eisenschein über 18 kg, den wir uns selbst nur geliehen haben, wieder zurückzusenden."


21. April 1943

"Carl Metz

An Feuerwehr Schönwald
betr. Steckleiter

Wir können Ihnen jedoch, wenn Sie auf Lieferung der Steckleiter bestehen, den Eisenübertragungsschein nicht zurückgeben, da wir kein Herstellerkontingent zur Verfügung haben."


26.5.43

"Feuerwehr Schönwald

An Fa. Carl Metz
betr. Steckleiter

... und bitten Sie, die Lieferung derselben nun doch schnellstens in die Wege zu leiten, da diese dringend gebraucht wird."


11.6.43

"Feuerwehr Schönwald

An Fa. Carl Metz
betr. Steckleiter

Auf unsere Mahnung vom 26. d.Mts. haben sie merkwürdigerweise keine Antwort gegeben. Wir müssen nun aber doch wissen, wann wir mit der Lieferung rechnen können."


19.6.43

"Carl Metz

An Feuerwehr Schönwald
betr. Steckleiter

... und teilen Ihnen mit, daß wir noch nicht liefern konnten, weil uns der notwendige Eisenschein noch nicht zugewiesen wurde."


1.7.43

"Feuerwehr Schönwald

An Fa. Carl Metz
betr. Steckleiter

(Anm.: Der gesamte Vorgang wird nochmals präzise dargestellt)

... und nun endlich statt des dauernd verwirrenden Schriftwechsels uns mit Lieferung der dringend benötigten Steckleiter an die Hand gehen zu wollen."


9.7.43

"Feuerwehr Schönwald

An Kreisführer der Feuerwehren Bäuerle, Villingen

... dasselbe gilt für Metz Karlsruhe, bei welcher Fa. wir seit Monaten eine Steckleiter bestellt haben, aber diese Fa. eine derartige Unordnung in ihrem Betrieb hat, dass sie nicht mehr weiß, was los ist.
Es ist traurig, so behandelt zu werden !"


12.7.43

"Der Kreisführer der Feuerwehren

An Feuerwehr Schönwald
betr. Steckleiter

... Aber auch bei dieser Firma darf man nicht die Schwierigkeiten außer acht lassen, die durch die Bombadierung von Karlsruhe entstanden sind."


15.7.43

"Feuerwehr Schönwald

An Fa. Carl Metz
betr. Steckleiter

... wundern wir uns über ihr merkwürdiges Geschäftsgebahren.
... werden wir die Angelegenheit unserer höheren Dienststelle weiterleiten. wenn die eingesandte Dringlichkeitsbescheinigung wertlos ist, so sind auch die Anordnungen des Kreiswehrführers wertlos, denn er hat dieses verfügt.
Im Übrigen ist es völlig unnötig, mich daraufhinzuweisen, dass wir uns im Krieg befinden, ich habe das wohl zu Genüge selbst erfahren. Das will aber nicht heißen, dass ich die Hände in den Schoß lege und warte, bis zufällig etwas von den dringend benötigten Ausrüstungsgegenständen mir zugesandt wird.
Bitte helfen Sie, uns den Dienst zu erleichtern, das wird mir und Ihnen mehr Freude machen."




Alfred Dolds Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt, denn am 20.8.43 wurde die Steckleiter endlich an die Feuerwehr Schönwald geliefert. Ob es um die Lieferung von Schutzhelmen, von Ärmelabzeichen, Stiefel, Mäntel oder um für uns so banal erscheinende Dinge wie Taschenlampenbatterien ging, zu all diesen Anforderungen wurde im Prinzip derselbe aufwendige Schriftwechsel geführt wie mit der Fa. Metz.

Die Sache war übrigens noch nicht ausgestanden, denn wegen des von der Fa. Dold geliehenen Eisenbezugsscheins über 18 kg wurde noch bis 15.11.43 (!) ein Schriftwechsel mit der Firma und verschiedenen Dienststellen geführt, bis die Angelegenheit endlich erledigt war!

Wehrführer Dold vermerkte im Jahre 43 einen Schriftwechsel an 111 Ein- und 125 Ausgängen!

In diese Zeit fiel nun auch das 70jährige Jubiläum der Feuerwehr Schönwald, das am 23.10.43 im Rahmen der Generalversammlung in äußerst bescheidenem Rahmen begangen wurde.


Aus der Rede von Wehrführer Alfred Dold:

... "Sie alle seien herzlich willkommen. Vor allem möchte ich aber all unseren Kameraden im feldgrauen Rock den Gruss unser aller entbieten und gleichzeitig den tiefstinnigsten Dank unseren Soldaten für die riesigen Leistungen und Opfer zum Ausdruck bringen. Ich habe mit Ihnen bereits am 22.6.13 unser 40jähriges mit Fahnenweihe, am 24.6.23 unser 50jähriges und am 20.8.33 unser 60jähriges in schöner und erinnerungsreicher Art gefeiert. Doch heute, während draussen unsere Kameraden in schweren Abwehrkämpfen ihr Blut lassen müssen, damit wir in der Heimat friedlich weiterleben, ist keine Veranlassung, Feste zu feiern. Immerhin wollten wir diesen Gedenktag bescheiden festhalten und haben uns zu einem kl. Kameradschaftsabend getroffen.




1944-1945

Die Wehr beantragte 25 Helferinnen-Anzüge, da immer mehr Männer eingezogen wurden und auf die Hilfsmannschaft der Frauen im Ernstfall zurückzugreifen wäre. Auch 16-jährige Jungen wurden für den Notdienst verpflichtet. Aus einem Schreiben des Bürgermeisteramtes vom 19.10.44 entnehmen wir die Namen von Mitbürgern, die dieses Jahr (1998) ihren 70. Geburtstag feiern können:
Göppert Hans, Thurner Manfred, Schätzle Hugo, Hettich Cornel, Kuner Lothar u.a.
In einer Katastrophe hätte der Brand im Nebengebäude des ,,Adlers" am 28.9.44 enden können, denn es diente als Lager der Kinder-Land-Verschickung und war mit vielen Jugendlichen belegt.


,,Volksopfer betr.
Die Freiwilligen Feuerwehren müssen alle im Augenblick nicht benötigten Uniformstücke Röcke, Hosen, Mützen, Stoffgurte usw.- zum Volksopfer für die Wehrmacht u. Volkssturm abliefern. Die Führer der Wehren sind dafür verantwortlich.

Villingen, den 16.1.45 Der Kreisführer Bäuerle"


Vielen Familien gefallener Feuerwehrkameraden musste Wehrführer Dold während des Krieges sein Beileid aussprechen. So fielen im 2. Weltkrieg: Bäuerle Paul, Dold Robert, Duffner Hermann, Duffner PauL Grieshaber Bruno, Ragg Egid, Silberer Josef, Schwer Franz, Winterhalter Walter.
Vermisst gemeldet wurden: Ganter Engelbert und Schätzle Erich. Den einzigen Kriegsschaden hatte Schönwald durch Bordwaffenbeschuss feindlicher Flieger und dadurch ausgelösten Brandschaden bei der Handlung Albert Duffner im Dorf am 17. und 18. April 1945 zu beklagen.
Nach der Machtübernahme durch die französische Besatzungsmacht wurde alles Material dieser Stelle übergeben.
Für aktive Feuerwehrmänner wurden Passierscheine beantragt, aus dem Krieg zurückkehrende Kameraden mit folgendem Schreiben begrüßt:

,,Lieber Kamerad,
wir freuen uns über die glückliche Heimkehr mehrerer Feuerwehrkameraden, worunter auch Sie sich befinden. Als alter treuer Feuerwehrmann haben wir Sie in den vorläuf. zusammengestellten Löschzug von 30 Mann eingereiht, die im Dorfe oder dessen Nähe wohnen und wollen Sie sich in Bereitschaft halten. Zum Ausgehen während der Sperrzeit im Ernstfalle erhalten Sie anbei einen Passierschein. Feueralarm wird durch die Sirene und Martinshorn gegeben. Französische Besatzungsmacht wird im Notfall mithelfen. Eine Übung soll demnächst mal stattfinden.

Mit kameradschaftlichen Gruß
Alfred Dold, Wehrführer"



Die Feuerwehrleute hatten im Dienst eine Armbinde zu tragen mit dem Aufdruck: ,,Pompier Feuerwehr"
Übrigens ist dem Schriftwechsel zu entnehmen, dass bereits im April 45 wohlweislich das im Stempel der Feuerwehr Schönwald sich befindliche Hakenkreuz entfernt wurde. So konnte der Stempel auch nach dem Kriege noch verwendet werden.
Im Oktober mussten alle Wehrmänner und insbesondere die Führung der Wehr einen vierseitigen in deutsch und französisch gehaltenen Fragebogen ,,Fiche Identité" ausfüllen, in dem u.a. über die Parteizugehörigkeit in der NSDAP, Bekleidung von Parteiämtern, Wehrmachtszugehörigkeit u.ä. befragt wurde. Verlangt wurden auch ein Lichtbild und Fingerabdrücke auf dem Bogen, dessen wahrheitsgemäße Beantwortung unter Eid zu unterschreiben war.
Wie schon 1 Jahr zuvor angekündigt, legte Alfred Dold nach über 30jähriger Tätigkeit das Kommando der Feuerwehr Schönwald am 5.11.1945 nieder. Primus Grießhaber, der Stellvertreter, führte das Kommando weiter.




1946-1947

Am 1. Februar 1946 erfolgte die Neubildung und der Aufbau einer neuen, schlagkräftigen Wehr. Da durch die politischen Veränderungen viele bewährte Kräfte aus der Wehr ausscheiden mussten, wurde der größte Teil der Führung neu besetzt.
Primus Grießhaber fand nicht die Bestätigung seitens der Besatzungsmacht und musste deshalb die kommissarische Wehrführung am 28. Februar 1946 aufgeben. Mangels eines geeigneten Mannes übernahm Bürgermeister Fritz Merkle das Kommando der Wehr bis 29. März 1947.
Gemäß Anordnung der frz. Besatzung vom 26.3.47 durfte Schön-wald anstelle bisher 47 nur eine Stärke von 27 Mann in der örtlichen Feuerwehr haben.
Uhrmacher Ludwig Kaltenbach wurde am 29.3.1947 von Bürgermeister Merkle das Amt des Kommandanten übertragen. Sein Stellvertreter wurde wie bisher Maler Emil Storz, Schriftführer und Kassier Albin Jäckle.
Zwei Großbrände hatte die noch junge Nachkriegswehr zu bewältigen:
Am 21. August wurde das ,,Höfle" auf dem Moos ein Raub der Flammen durch Blitzeinschlag, am 21. November brannte der Othmarshof in Weißenbach erneut nach 1898 bis auf die Grundmauern nieder.




1948-1952

Das 75jährige Jubiläum der Wehr vollzog sich in aller Stille. In der Generalversammlung am 16.10.48 wurde aber mit einem Auszug aus der Geschichte daran erinnert. Ludwig Kaltenbach wurde am 15.10.49 als Kommandant wiedergewählt.
Bei der Generalversammlung am 14.10.50 wurde der alte Hornist Wilhelm Dorer für 60jährige Mitgliedschaft geehrt.
In den ersten Nachkriegsjahren war es schwierig, die Wehr mit den notwendigen Ausrüstungsgegenständen auszustatten. So war der Pfingstmontag, 2.6.52, ein großer und glücklicher Tag für die Schönwälder Feuerwehr. Von der Gemeinde unter Bürgermeister Merkle wurde das neue Fahrzeug LFV 8 der Marke FORD übergeben und erhielt durch Pfarrer Riegelsberger die kirchliche Weihe.
Seit über einem Jahrzehnt existierte der Plan des damaligen Kommandanten Alfred Dold, ein solches anzuschaffen, doch machte der 2. Weltkrieg alles zunichte. Im Anschluss an die Übergabe fand eine Schauübung mit dem neuen Fahrzeug am Kurhaus ,,Viktoria" statt.
Am 18.10.52 wurde Josef Hettich für 60jährige Zugehörigkeit zur Wehr ausgezeichnet.




1953-1956

Am 5. Juli 1953 konnte die Freiwillige Feuerwehr Schönwald ihr 80jähriges Jubiläum feiern. Dem gemeinsamen Kirchgang folgte ein Frühschoppen im ,,Adler". Die Festansprache hielt der Ehrenkommandant Alfred Dold. Musik und Tanz beendeten das Jubiläum.
Am 4.10.1954 konnte Hornist Wilhelm Dorer für 65jährige Zugehörigkeit geehrt werden.
Zur Freude der Wehrkameraden kehrte Kamerad Friedrich Faller 1954 aus russischer Gefangenschaft endlich in die Heimat zurück.
Eine neue Tragkraftspritze TS 8 wurde von der Gemeinde angeschafft, da die alte Pumpe keineswegs mehr den Anforderungen entsprach.
Am 26.6.1955 fand eine Bürgerversammlung wegen des Neubaus einer Turnhalle (Festhalle) statt. Die Feuerwehr meldete in diesem Gebäude Bedarf für die Unterbringung ihrer Gerätschaften sowie einen Schlauchturm an.
Am 29. September 1956 fand die Gerätehaus-Eröffnung statt. Endlich konnte die Wehr in eigene Räume einziehen, die eine vorschriftsmäßige und geordnete Unterbringung von Geräteschaften und Ausrüstungen möglich machten. Damit waren auch die Voraussetzungen für einen schnelleren Einsatz gegeben. Kreisbrandmeister Görlacher sprach sich lobend über das neue Mehrzweckgebäude aus.




1957-1962

Am 22.3.57 wurde die Wehr zu einem Flächenbrand im Straßwald gerufen. Außerdem traf der Blitz die Scheune des Sägebauernhofes.
Am 2. Februar 1958 brannte es bei Karl Kuner auf der Guten. Ein Dammbruch des Steinweihers rief die Wehr am 8.5.58 auf den Plan.
Ein Brand in der Küche und der Gaststube des ,,Falken" am 22.2.1959 konnte von der Wehr mit 35 Mann gelöscht werden.
Ehrenmitglied und Hornist Wilhelm Dorer konnte ein seltenes Jubiläum begehen. Er gehörte am 14. Mai 1959 70 Jahre zur Schönwälder Wehr.
Am 14.3.1960 fiel der Spitzbergerhof den Flammen zum Opfer. Die Wehr beteiligte sich am l00jährigen Jubiläum der Nachbarwehr Triberg.


26.9.1961

,,Freiwillige Feuerwehr Schönwald

An die Gemeinde Schönwald
Betr.: Herbstabschlussprobe und Generalversammlung verbunden mit Ehrungen

Seit vielen Jahren hat uns die Gemeinde traditionsgemäß Essen und Trinken gestiftet. Wir möchten hiermit nicht versäumen, auf diesen alten Brauch hinzuweisen und die Gemeinde bitten, uns dies wieder zu genehmigen.
Bisher wurde uns gestiftet: Für jeden:

1 Brezel, 1 Paar Bratwürste mit Kartoffelsalat und grünem Salat und Brot, 3 kleine Fl. Bier oder zwei Liter Wein


Es kämen in Frage:

43 aktive Feuerwehrmänner

7 Ehren mitglieder

11 Gemeindevertreter

4 sonstige Personen (Landrat, Kreisbrandmeister usw.)

ca. 65 Personen


Auch war es üblich, dass die Gemeinderäte von der Gemeinde dazu eingeladen wurden.

Freiwillige Feuerwehr Schönwald"



Am 10. April 1962 brannte das Anwesen des Dachdeckers Franz Kienzler am Mühleberg, das sogenannte ,,Chrisostomushaus", vollständig nieder.


,,Aus dem Brandbericht:
Trotz der äußerst schlechten Wegverhältnisse, bedingt durch den Kanalisationsbau und den 40 cm hohen Matschschnee, war die Feuerwehr bereits nach 15 Minuten an Ort und Stelle. Zufällig war zur Zeit des Alarmes auch der Schneepflug im Dorf. Er bahnte der Feuerwehr den Weg zur Brandstelle. In kurzer Zeit hatten sich die Flammen auf den ganzen Dachstuhl des mit Schindeln bedeckten Gebäudes ausgedehnt. Mit der Feuerwehr trafen auch französische Soldaten mit einem Militärfahrzeug an der Brandstelle ein. Sie hatten von ihrem Chalet aus das Feuer entdeckt und sich sofort helfend in den Dienst der Sache gestellt. Ungeachtet der einstürzenden Balken halfen sie mit, das Vieh und einen Teil des Hausrates zu retten, während die Feuerwehr mit zwei B-Rohren versuchte, des Feuers Herr zu werden."





1963

Am 14. Februar wurde der Ehrenbürger Schönwalds und Ehrenkommandant der Freiwilligen Feuerwehr, Herr Fabrikant Alfred Dold, 80 Jahre alt. Jahrzehntelalng stand er im öffentlichen Leben seiner Heimatgemeinde, war 22 Jahre im Gemeinderat, zeitweise auch im Kreisrat und hatte 33 Jahre das Kommando über die Feuerwehr inne. Er zählte zu den Mitbegründern des Skiclubs, des Männergesangvereins und des DRK-Ortsverbandes.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde der Hornist der Feuerwehr, Wilhelm Dorer, im Alter von 90 Jahren zu Grabe getragen. Endlich wurde der lang geforderte öffentliche Feuermelder am Rathaus installiert.

Zwei "Großfeuer" fast zur gleichen Zeit hatten die Feuerwehren aus Schönwald, Triberg und Schonach am 26. Oktober 1963 zu bewältigen. Dies aber im Rahmen einer großangelegten Jubiläums-Schauübung anlässlich des 90jährigen Jubiläums. "Brandobjekte" waren der "Hirschen" und der "Ochsen". Während sich die Schönwälder Wehr um den "Hirschen" kümmerte, hatte der Unterkreisführer und Kommandant der Triberger Wehr, Karl Kiefer, eine Überraschungsübung für die Schonacher und Triberger am "Ochsen" inszeniert.
Beide Übungen zeigten den guten Ausbildungsstand aller drei Feuerwehren. Unter den Klängen der Kurkapelle marschierten die 3 Wehren anschließend zur Festhalle. Dort fand im Anschluss eine kleine Feier zum 90jährigen in bescheidenem Rahmen statt.
In der Generalversammlung am 9.11.63 wurde das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold an Kommandant Ludwig Kaltenbach durch Kreisbrandmeister Görlacher überreicht.
Seitens der Gemeinde wurde lobend erwähnt, dass die Feuerwehr in freiwilligem Arbeitseinsatz an 3 Samstagen den Steinweiher wieder hergerichtet hat, so dass er als funktionsfähiger Löschweiher wieder zur Verfügung steht.




1964-1965

Das Jahr 1964 verlief ohne größere Einsätze. Dafür konnte man sich der Kameradschaft widmen und zeigte europäischen Geist im Zeichen der Völkerverständigung mit Frankreich. Man nahm eine Einladung der ,,Sapeurs-Pompiers" aus Kertzfeld (Bas-Rhin) an und besuchte die Kameraden anlässlich ihres 70jährigen Jubiläums am 9. Mai 1965.
Die Feuerwehr wurde am 14.7.1965 zum Einsatz gerufen. Der durch Blitzschlag in Brand geratene Hof von Franz Josef Kuner konnte nicht mehr gerettet werden.
In der Generalversammlung am 20. November 65 fand ein Kommandowechsel statt. Nach fast 20jähriger, verdienter Tätigkeit, legte Ludwig Kaltenbach die Verantwortung in jüngere Hände:
Werkzeugmacher Fritz Faller, seit 1950 bereits der 2. Kommandant, wurde sein Nachfolger. Kaltenbach wurde zum Ehrenkommandanten ernannt und mit herzlichen Dankesworten, auch von seiten der Gemeinde, bedacht. In seinen Abschiedsworten freute sich der scheidende Kommandant, dass eine neue mechanische Drehleiter AL 18 beschafft werden konnte, welche die 50 Jahre alte Holzdrehleiter ablöste. Er regte noch die Gründung einer Jugend-Feuerwehr an.
Mit ihm schied auch Schriftführer und Kassier Albin Jäckle altershalber aus, der 20 Jahre lang die Ämter vorbildlich und gewissenhaft ausgeführt hatte.




1966-1967

Zu mehreren Einsätzen musste die Wehr im Jahre 1966 ausrücken. Es brannte am 22. Januar das Haus des Schwarzwaldmalers Johann Papa völlig nieder, wobei dies zu einer Schreckensnacht für die Familie wurde: Nur durch einen Sprung vom Balkon in 6 Meter Tiefe konnte die Familie ihr Leben retten. Die Brandbekämpfung wurde von der Triberger Wehr begonnen, da sie irrtümlich zuerst alarmiert worden war. Leider konnten das gesamte Atelier und somit wertvolle Gemälde des geachteten Künstlers nicht mehr gerettet werden.

Am 11. Februar und 31. Oktober musste die Wehr zu Bränden in der Pension ,,Dorer" und bei Dagobert Grieshaber am Bach ausrücken. An dem alten Holzhaus entstand Totalschaden, obwohl die Fassade gerettet werden konnte, auch dank der Unterstützung durch Triberg.

Einen Großbrand verzeichnete Schönwald am 10. Februar 1967:

Die Wehrle-Uhrenfabrik mitten im Ort brannte. Die größte Brandkatastrophe seit dem Dorfbrand 1890 hatte ihr Ursache in einem brennenden Reinigungslumpen, den ein Mitarbeiter gedankenlos in den Abzugsschacht geworfen hatte. Rasch griff das Feuer in den oberen Stockwerken um sich. Panik wurde durch die Besonnenheit der damals 300 Beschäftigten beim schnellen Räumen des Fabrikgebäudes vermieden.
Rasch erkannte man, dass die Schönwälder Wehr zu schwach war, um das Großfeuer unter Kontrolle bringen zu können. Daher wurde Überlandhilfe aus Triberg, Schonach, Furtwangen, St. Georgen und Villingen angefordert. Gemeinsam konnte das Feuer auf die oberen Stockwerke lokalisiert und gelöscht werden, doch war der Wasserschaden in den darunter liegenden Maschinenräumen beträchtlich.
Hinzu kamen erschwerte Witterungsbedingungen, denn bei 10 Grad unter Null gefror das Löschwasser, Schläuche und Spritzen barsten und den Feuerwehrmännern gefror das Wasser am Leibe. Der Schaden dürfte die Millionengrenze erreicht haben.

In freundlichen Briefen an die Wehr bedankten sich der Bürgermeister und die Geschäftsführung der Uhrenfabrik Wehrle bei der hiesigen Feuerwehr für den "beispiellosen und beherzten Einsatz, durch die ein Großteil der Fabrik, und damit viele Arbeitsplätze des größten Arbeitgebers am Ort gerettet werden konnten".




1968-1971

Am 24. Mai 1968 konnte die Feuerwehr Schönwald neue Uniformröcke in Empfang nehmen. Tags darauf erwarb eine Wettkampfgruppe in Pfaffenweiler das Leistungsabzeichen in Bronze. Im August war eine Jugendfeuerwehr aus Osterode im Harz zu Gast. Ein Besuch im Uhrenmuseum Furtwangen und die Besichtigung der Sprungschanze, abgerundet von einem zünftigen Speckvesper standen auf dem Programm. In einer Verwaltungsratssitzung am 8.5.69 fanden Vorbesprechungen zur Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges statt.
Die Bronzegruppe von 1968 in Pfaffenweiler konnte am 31.5.69 in Klengen nun das silberne Leistungsabzeichen erringen.
Am Silvestertag 1969 brannte die Uhrenfabrik Alois Duffner Söhne im Ortsteil Loch. Der Brandbericht vermerkt, "dass die Löscharbeiten in eisiger Kälte durch viele Schaulustige erheblich behindert wurden".
Am 6.6.1970 nahmen mehrere Gruppen an den Leistungswettkämpfen in Marbach teil. Die letztjährige Silbergruppe konnte ihren Erfolg wiederholen.
Der Galgenhof auf dem Bühl, der kurz zuvor von der Gemeinde erworben wurde und hätte umgebaut werden sollen, wurde am 2.7.1970 ein Raub der Flammen.
1971 konnte am 2.1. das Longishäusle im Schwarzenbach dank des raschen Eingreifens der Schönwälder und Triberger Wehren gerettet werden. 20 Grad Kälte erschwerten allerdings den Einsatz erheblich.
Am 12. Juli 1971 konnte das Anwesen Josef Schwer im Farnberg (im Besitz des Forstamtes) nicht vor der Vernichtung gerettet werden.




1972

Der 4. Juni 1972 wurde zu einem weiteren Markstein in der Weiterentwicklung und Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Schönwald. An diesem Tag wurde dem Kommandanten Fritz Faller und seinen Wehrleuten das neue Löschfahrzeug LF 16 TS übergeben. Mit Stolz nahm die Schönwälder Wehr ihr neues Fahrzeug in Empfang, wollte doch der Kreis anfänglich nur noch Stützpunktwehren unterstützen. Aufgrund der topographischen Verhältnisse wurde aber für unseren Ort eine Ausnahme gemacht. Der Dank der Wehr galt Bürgermeister Emil Rimmele und dem Gemeinderat für die Beschaffung der Zuschüsse und Bereitstellung der Mittel im Haushaltsplan. Das Fahrzeug, bestückt mit einer sehr guten Ausstattung, kostete rund 140.000,- DM. Davon wurden 40 % vom Land und vom verbleibenden Rest nochmals 25 % vom Kreis bezuschusst.
Aus Anlass der Fahrzeugübergabe veranstaltete die Wehr einen "Tag der offenen Tür", um der Bevölkerung Gelegenheit zu geben, die neu erstellten Geräteräume am Rathaus und die gesamte Ausrüstung besichtigen zu können. Im Verlaufe des Sonntags fand am Kurzentrum eine große Schauübung statt an der auch die Wehren aus Triberg und Schonach mitwirkten.




1973

Eingeleitet wurde das 100jährige Jubiläum mit einem Festbankett am 29 6.73. Gleichzeitig war im Festzelt auf dem Sportplatz, das 3.500 Personen Platz bot und mit einem Vergnügungspark umrahmt war, der Bieranstich, und das Tanzbein konnte zu den Klängen der Tanzkapelle "Rapunzel" aus Freiburg geschwungen werden.

Um 7 Uhr in der Frühe wurden am Samstag, 30.6.73, die Leistungswettbewerbe auf dem Wettkampfplatz in der Schwarzwaldstraße eröffnet, an dem sich 61 Gruppen aus dem ganzen Kreis beteiligten. Zeitgleich fand im Rathaus eine Tagung des Landesfeuerwehrausschusses statt.

Um 20 Uhr wurde zum "Großen Bunten Abend" ins Festzelt geladen mit der Stimmungskapelle "Burda" aus Zell a.H. und Stars aus Funk und Fernsehen, u.a. Lotti und Hildegard Krekel. Nach dem Festgottesdienst am Sonntag, 1. Juli 73, und der Totenehrung, gab es im Zelt ein Frühschoppenkonzert mit der Musik- und Kurkapelle Schönwald.

Um 14 Uhr bewegte sich der große Festzug durch den gesamten Ort. Anlässlich des Kreisfeuerwehrtages nahmen daran 73 Feuerwehren, Musikkapellen und Spielmannszüge mit über 2.000 Feuerwehrmännern (plus der Geißbock "Florian" der Schonacher Wehr) teil. Ziel des Zuges war das Festzelt, das aber nicht allen Besuchern Platz bieten konnte. Hier wurden die Gäste mit musikalischen Vorträgen der Spielmannszüge und Fanfarengruppen unterhalten.

Von 20 Uhr an wurde im Zelt getanzt zu den Rhythmen der Show- und Stimmungsband "Die Ruländer" aus Bruchsal-Obergrombach.

Am letzten Festtag, Montag 2. Juli 73, tummelten sich die Kinder auf dem Festplatz und hatten ihre Freude am angebotenen Programm. Ab 16 Uhr gab es bunte Unterhaltung, und zum Abschluss sorgte eine Abteilung der Musik- und Kurkapelle für Schwung.

Ein sehr gelungenes Fest zum 100jährigen Jubiläum neigte sich dem Ende zu.

Ende 1973 konnte (vielleicht aus dem Erlös des Festes) ein gebrauchter VW-Bus als Mannschaftstransportwagen angeschafft werden.




1974

Die Feuerwehr war attraktiv und hatte so großen Zulauf, dass ein Aufnahmestop verhängt wurde. Uber Neuaufnahmen hatte künftig die gesamte Mannschaft in der Generalversammlung abzustimmen.

Der besondere Einsatz
Am 28. August 1974 wurde die Feuerwehr alarmiert und rückte komplett aus. Gemeldet wurde, dass das Treppenhaus in der Sprungschanze brenne. Vor Ort stellte sich aber heraus, dass die Französische Garnison im Rahmen eines Manövers die Sprungschanze mit Nebelbomben "unter Rauch gesetzt hatte".




1975

Als Brandobjekt für die Herbsthauptprobe wählte man die "Richard-Dorer-Schule" Schönwald mit angeschlossener Menschenrettung. Die Übung fand im Rahmen der landesweiten Brandschutzwoche statt. Über Auszugs- und Steckleitern sowie einen Rettungsschlauch wurden Schüler und Lehrer "gerettet".

Am 17. November 74 verstarb Kamerad und Branddirektor i.R. Theodor Isnenghi, der auch eine Zeit Schriftführer der hiesigen Wehr war.




1976

Am 13. August 1976 wurde der Hof der Familie Adelbert Duffner (Lungi) im Schwarzenbach durch Blitzschlag vernichtet. Das ganze Vieh konnte jedoch gerettet werden.




1977

Am 4. März 1977 gab es wieder einen der größten Brände in der Geschichte Schönwalds nach dem Dorfbrand 1890 und dem Brand der Uhrenfabrik Wehrle 1967. Das renommierte Hotel "Adler", das sich in einer Renovierungsphase befand, wurde völlig zerstört.

Bereits 4 Minuten nach der Alarmierung traf die Schönwälder Wehr am Brandort ein, doch überschaute Kommandant Fritz Faller schnell das ganze Ausmaß und forderte Überlandhilfe aus Triberg, Schonach und Villingen an. Das Gebäude selbst brannte vollständig aus und konnte nicht mehr gerettet werden. Insgesamt konnten die 140 Feuerwehrleute, die mit rd. 12.600 Litern Wasser in der Minute aus 5 km Schlauchleitungen 50 Std. den Brand bekämpften, verhindern, dass angrenzende Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der Gesamtschaden wurde auf etwa eineinhalb Millionen Mark geschätzt. Gefährlich wurde es, als sich ein mit 30.000 Litern Heizöl gefüllter Tank im Keller aufgrund des Löschwassers aus der Verankerung riss und Öl auslief.

Doch durch das beherzte Eingreifen der Feuerwehrkräfte konnte auch diese Gefahr gebannt werden. Der "Adler" wurde abgerissen; an seiner Stelle steht heute der sog. ,,SEWO-Bau".

Am 31. Mai 1977 brannte die Blechnerei Ludwig Dold auf dem Bühl. Die Feuerwehr konnte den Dachstuhlbrand zwar löschen, doch wurde das Gebäude später ebenfalls abgetragen und darauf die Pension "Steinbühl" errichtet.

Am 20.11.77 erlag Kommandant Fritz Faller im Alter von 54 Jahren einem Herzinfarkt. Er war 31 Jahre aktiver Feuerwehrmann, davon 12 Jahre Kommandant der Wehr. Sein plötzlicher Tod bedeutete einen herben Verlust. Unter Beteiligung der gesamten Wehrkameraden und Abordnungen vieler Wehren aus dem Kreisgebiet wurde er unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zur letzten Ruhe geleitet.




1978

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Dieter Jaster (seit 1975 2. Kommandant) als Nachfolger für den verstorbenen Fritz Faller zum neuen Kommandanten der Schönwälder Feuerwehr gewählt. Sein Stellvertreter wurde Gerd Krüger.

Am 13.8.78 errang eine Gruppe der Wehr das Leistungsabzeichen in Gold in Bad Dürrheim.

Bei der Generalversammlung am 20.10.78 wurde Clemens Herrmann, der jetzige Kommandant im Jubiläumsjahr, in die Wehr aufgenommen.

Am 7.11.78 beriet der Gemeinderat Schönwald über den Antrag der Feuerwehr, ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 8 zu beschaffen als Ersatz für das überalterte LF 8. Man rechnete mit Kosten von etwa 126.000 Mark. Die Gemeindekasse war aber leer und Zuschüsse für das Fahrzeug nicht zu erwarten. "Auf jeden Fall werde das alte LF 8 der Marke FORD sofort stillgelegt, womit", so Kommandant Jaster, "der Brandschutz in Schönwald nicht mehr gewährleistet ist".


,,Vorwürfe zurückgewiesen

Energisch wies Bürgermeister Rimmele bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung in Schönwald die in der letzten Zeit immer wieder an die Gemeinderäte und Verwaltung gerichteten direkten und indirekten Vorwürfe etlicher Mitglieder der Feuerwehr zuriick. Der Vorwurf bestehe darin, daß die Gemeinde für die örtliche Wehr nichts übrig habe, was nicht stimme. Den Feuerwehrkameraden Schönwald sei scheinbar nicht bekannt, so Rimmele, daß gerade in den letzten sechs Jahren der Gemeinderat der Verwaltung erhebliche Mittel für die Beschaffung von Feuerwehrausrüstungsgegenständen bewilligt hat. Zum Beispiel das Gerätehaus, das nahezu 400 000 Mark gekostet hat, und zur Einweihung ein Fahrzeug sowie nicht zuletzt die Funkausriistung, für die sich Gemeinderat Klaus Braun einsetzte, und die für 1979 bewilligt wurde.

Südkurier 9.11.78"





1979

Am 1.3.79 wurden die Alarmempfänger ausgehändigt. Dies bedeutet, dass nun "still" alarmiert werden kann, und nicht jeder Alarm über die Sirenen erfolgen muss.
Fast die komplette Wehr nahm an einem 8stündigen Kurs in "Erster Hilfe" des DRK teil.
Das lange geplante Waldfest wurde als "Tag der Offenen Tür" am 23.9. in der Festhalle abgehalten. Der Erfolg war mäßig.


,,Auszug aus dem Bericht von der Generalversammlung am 20. Oktober 1979
Neuaufnahme einer Frau in die Feuerwehr Schönwald
Als Neuaufrahme stand dieses Jahr ein besonderes Ereignis in unserem Vereinsleben an. Als erste Frau wurde Frl. Edith Pfaff einstimmig in unseren Reihen aufgenommen. Die Aufaahme war aufgrund unserer Funkeinrichtungen nötig, die im Rathaus installiert sind.
Da Frl. Pfaff als Vorzimmerdame des Bürgermeisters im Rathaus tätig ist, soll sie während ihrer Dienstzeit die Zentrale bedienen.
Ohne Aufnahme in die Wehr könnte Frl. Pfaff die Feuerwehrschule in Bruchsal nicht besuchen."



Für 50jährige Mitgliedschaft wurde Josef Papa in der Generalversammlung geehrt.




1980

Paul Scherer nahm mit dem LF 16 TS an einem Geschicklichkeitsfahren mit Erfolg teil.
Die Herbsthauptprobe fand am 18. Oktober 1980 bei der Uhrenfabrik Wehrle statt. In der Versammlung teilte Bürgermeister Emil Rimmele mit, dass er gerne zu seinem Abschied der Feuerwehr ein neues TLF 8 übergeben hätte, da das alte Fahrzeug vom TÜV nun endgültig aus dem Verkehr gezogen worden ist. 1981 soll das neue Fahrzeug auf UNIMOG-Basis aber für 185 000,- DM beschafft werden.

Am 20. 11.1981 brannte das Anwesen Pahling-Hettich (Leptig) vollständig nieder.




1981

Am 22.4.1981 wurde der tödlich verunglückte Kreisbrandmeister Kurt Hog unter Beteiligung vieler Feuerwehrkameraden - auch von Schönwald - zu Grabe getragen.

Vom 17.-21. Juni 1981 besuchten die Schönwälder ihre Kameraden, die ,,Sapeurs Pompiers de Bourg-Achard" und wurden dort herzlich aufgenommen. Trotz Sprachschwierigkeiten konnte man sich jeweils nach einigen Calvados sehr gut verständigen und neue Freundschaften schließen.

Mehrere TLF's waren im Juni zur Probevorführung da und wurden von der Feuerwehr und dem Gemeinderat begutachtet. Allgemein fand man das der Fa. Ziegler am geeignetsten.

Schönwald bekam einen neuen Bürgermeister: Hans-Georg Schmidt. Er versprach, sich intensiv für die Belange der Wehr einzusetzen.

Am 23.10.81 war ein Wohnungsbrand im Haus Bertram zu verzeichnen. Der Brand konnte gelöscht werden, doch entstand beträchtlicher Sachschaden.

Nachdem Kommandant Jaster am 21.9.81 von seinem Amt zurückgetreten ist, wurde als neuer Kommandant bei der Generalversammlung am 28.10.1981 einstimmig Gerhard Krüger gewählt.

Zu seinem Stellvertreter wurde Klaus Fehrenbach gewählt.

Für 60jährige Mitgliedschaft konnten Hermann Kaltenbach, Adolf Pfaff und Karl Scherzinger ausgezeichnet werden.

Sozusagen als "Weihnachtsgeschenk" für die Feuerwehr Schönwald konnte am 21.12.1981 das neue TLF 8 bei der Fa. Ziegler in Giengen abgeholt und im Rahmen einer kleinen Feier in Dienst gestellt werden.




1982

Vom 3.-7.2.1982 fanden wieder die "Dt. Nordischen Skimeisterschaften" in Schönwald statt. Für die Feuerwehr bedeutete das, dass sie zusammen mit der Polizei den gesamten Absperr- und Einweisungsdienst zu versehen hatte.

Am 6. Juni 1982 wurde das neue TLF 8/18 von Bürgermeisterstellvertreter Feiertag offiziell an die Feuerwehr Schönwald übergeben, nachdem es von Pfarrer Stehle geweiht worden war.

Bei der Generalversammlung konnte Willi Fehrenbach für 50jährige Treue zur Feuerwehr geehrt werden. Bei dieser Versammlung wurde auch schon der nächste Wunsch vorgetragen: Für den alten VW-Bus sollte dringend ein Ersatz beschafft werden. Hierzu bot die Feuerwehr aus ihrer Kameradschaftskasse der Gemeinde DM 5.000,- zur Unterstützung an.

In der Nacht zum 24.12.82 brannte die leerstehende Pension "Linke" in der Uhlandstraße.

Dank des raschen Eingreifens der Schönwälder Wehr, die von der Schonacher Drehleiter unterstützt wurde, konnte das Feuer auf die oberen Stockwerke beschränkt und die angrenzenden Gebäude geschützt werden. Die Feuerwehr musste jedoch am Heiligabend und bis in die Frühe des 1. Weihnachtstages immer wieder aufflackernde Flammen in dem Gebäude löschen. So brachte dieser Einsatz vielen Familien der eingesetzten Wehrmänner die Weihnachtsfeiern zu Hause durcheinander. Der Brandschaden wurde auf 750.000 DM geschätzt.




1983

In diesem Jahr leistete die Feuerwehr Schönwald 27 Einsätze.
Herausragendes Ereignis war die Feier des 110jährigen Jubiläums, das unter Beteiligung der Feuerwehrkameraden aus Bourg-Achard am 13. Mai 1983 in der Festhalle mit einem Kameradschaftsabend gefeiert wurde. Geladen waren auch die politische Gemeinde und die Vertreter der örtlichen Vereine. Für die Gäste aus der franz. Partnergemeinde hatte man ein erlebnisreiches Programm zusammengestellt, das dankbar aufgenommen wurde.
Der vor Jahren von der Wehr errichtete Holzsteg beim Blindensee wurde im Sommer wieder repariert.
Im September mussten einige "Trinkwasser-Versorgungsfahrten" mit dem TLF 8 unternommen werden - Folgen eines "Jahrhundert-Sommers".
Bei der Generalversammlung im Oktober konnte dem Ehrenkommandanten der Frw. Feuerwehr Schönwald, Ludwig Kaltenbach, eine seltene Auszeichnung übermittelt werden:
Er gehörte 60 Jahre der Wehr an. Besonders hervorgehoben wurde seine hervorragende Aufbauarbeit für die Wehr nach dem 2. Weltkrieg. Kaltenbach war von 1947 bis 1965 Kommandant.




1984

Das Jahr war gekennzeichnet von relativer Ruhe, doch hatte die Wehr zahlreiche Öl-Einsätze auf der Bundesstraße 500.


Der besondere Einsatz
Am Fronleichnamstag, den 21. Juni 1984, wurde die Prozession durch einen Bienenschwarm in der Schubertstraße bedroht und musste umgeleitet werden. 5 Mann der Feuerwehr beseitigten die Gefahrenquelle.


Mit einem Bierstand und der Aufgabe der Absperrung der Hauptstraße beteiligte sich die Feuerwehr Schönwald an der ,,1. Französischen Nacht". Schön war´s - aber bitterkalt!

Am 2. August 1984 konnte der neue Mannschaftstransportwagen (MTW) bei der Fa. Ziegler in Giengen abgeholt werden. Die Feuerwehr Schönwald hat sich mit einer Spende von DM 5.000,- an den Kosten beteiligt, was seitens der Gemeinde auf Wohlwollen und Anerkennung stieß. Ebenso konnte ein neues Hydraulik-Rettungsgerät angeschafft werden.




1985

Am 15. Mai musste der tödlich verunglückte Ehrenkommandant Ludwig Kaltenbach zu Grabe getragen werden.
Eine kleine Abordnung der Schönwälder Wehr weilte über Pfingsten in Bourg-Achard.
Ebenfalls im Mai heiratete die einzige Schönwälder "Wehrfrau", Edith Pfaff und heißt nun Edith Zahlaus. Sie wohnt zwar in Furtwangen, bleibt aber der Wehr treu.
An einem Abend, nämlich am 22. August 1985, brannte es fast gleichzeitig im Außenbezirk unseres Ortes. Zunächst gab es einen Dachstuhlbrand im Anwesen Lothar Faller, Schönbächle. Während der Löscharbeiten ging der nächste Alarm ein. Beim Anwesen Kuner auf der Guten ging ein Geräteschuppen in Flammen auf. Dieser wurde von den Feuerwehren Triberg und St. Georgen gelöscht.




1986

Am 15.12.86 kam es zu einem Kellerbrand im ,,Waldpeter", der rasch gelöscht wurde.
Neue Ärmelabzeichen wurden für die Wehr bestellt und die Reparatur der Fahnein Auftrag gegeben.
Über Christi Himmelfahrt weilten 9 Feuerwehrmänner mit ihren Partnerinnen bei den Pompiers in Bourg-Achard anlässlich deren Fahnenweihe.
Eine Wettkampfgruppe konnte das Leistungsabzeichen in Bronze erringen.
Nach 5 Jahren Amtszeit wurde Gerd Krüger erneut einstimmig in seinem Amt als Kommandant der Schönwälder Feuerwehr bestätigt.




1987

Wieder ein "ruhiges" Jahr für die Schönwälder Wehr, wenn man von den vielfältigen Diensten bei vielen Veranstaltungen einmal absieht, wo die Wehr immer wieder für Absperrungen in Anspruch genommen wird oder mit dem Lautsprecher des MTW angefordert wird.

Wegen zunehmender Öl-Unfälle wurde eine Ölunfall-Box angeschafft.
Wieder einmal musste auch der Blindensee-Steg ausgebessert werden.
2 Tage waren einige Kameraden zur Brandwache auf dem ,,Reinertonishof" abgestellt während Dreharbeiten des SWF.
Erstmals fand die Generalversammlung wieder im Anschluss an die Herbsthauptprobe traditionell am Kirchweih-Samstag statt. Dabei wurde Hermann Hettich für 60jährige Zugehörigkeit zur Wehr geehrt.




1988

Der besondere Einsatz
Zu einer technischen Hilfeleistung wurden wir am Neujahrstag zum Gästehaus ,,Silberer" gerufen. Durch einen bösartigen Streich wurde der Kamin mit einem Christbaum verschlossen. Nachdem wir mit 2 Steckleiterteilen zum Kamin aufgestiegen waren, konnte der Christbaum entfernt werden. Der Rauch hatte wieder freien Abzug, und das Neue Jahr konnte doch noch glücklich beginnen.
Protokoll vom 1.1.88

Im März 88 wurde die Wehr wiederholt zu Einsätzen gerufen. Es mussten Bäume auf den Straßen beseitigt werden. Der Winter war erst im März gekommen, jetzt aber mit meterhohem, nassem Schnee, was zu schwerem Schneebruch in den Wäldern führte.

Am 11. April 1988 geriet das Hotel ,,Viktoria" vermutlich durch Schweißarbeiten während dem Umbau in Brand. Beim Eintreffen der Wehr stand der Dachstuhl bereits auf voller Länge in Flammen. Schonach, Triberg und Furtwangen leisteten mit ihren Drehleitern Überlandhilfe, so dass der Brand eingedämmt werden konnte. Problematisch war, dass das Dach mit Blech gedeckt war, wodurch der Brandherd schwer zugänglich war. Schaden: ca 1. Million.




1989

Im Mai kamen die "Sapeurs-Pompiers" aus Bourg-Achard für ein paar Tage nach Schönwald zu Besuch. Man bot ihnen ein abwechslungsreiches Programm, u.a. mit dem Besuch des Reinertonishofes, der Feuerwehr in Villingen, einem Ausflug auf's Schänzle und der Besichtigung der Sprungschanze. Zum Abschluss feierte man einen Kameradschaftsabend, um die inzwischen entstandene Freundschaft weiter zu festigen. Dies gelang im Schwarzwald genau so gut bei einem Kirschwässerle wie in der Normandie bei Calvados.

Bei der 2. Französischen Nacht am 9.9.1989 übernahm die Feuerwehr wieder den gesamten Absperrdienst.




1990

Am 14. und 15. Februar musste auch Schönwald wieder einmal mit Hochwasser kämpfen. Starke Regenfälle und eine große Schneeschmelze ließen im Bereich Stausee / "Inselklause" bis zum "Jägerheim" den See und kleine Bäche über die Ufer treten. Mit Sandsäcken und Bretterbarrieren versuchte man, die Fluten einzudämmen. Dennoch stand die "Inselklause" mal wieder im Wasser.

Am 1. März 1990 brannte die sogenannte "Bettlerkuchi" am Mühlenberg, Josef Kienzler, ab. Starker Sturm, heftiges Schneetreiben und Temperaturen um 3 Grad minus erschwerten die Löscharbeiten sehr, so dass es für das Gebäude keine Rettung mehr gab.

Bei der Generalversammlung im Oktober wurde Josef Papa für 60jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Schönwald geehrt.




1991

Infolge eines trockenen Sommers musste die Feuerwehr mit dem TLF 8 im Herbst wieder einige Haushalte im Außenbezirk mit Trinkwasser versorgen, dafür gab es kurz vor Weihnachten wieder Hochwasser im Bereich Stausee/ "Inseiklause".

In der Generalversammlung rügte Kommandant Gerd Krüger den mangelnden Probenbesuch einiger Wehrkameraden und forderte Besserung. Er konnte als leuchtendes Beispiel Karl Scherzinger darstellen, den er für 70jährige Treue zur Feuerwehr Schönwald auszeichnen konnte.




1992

Es gehört fast schon in jeden Jahresbericht: das Hochwasser bei der "Inselklause". Dieses Jahr war es wieder mal im März 1992 soweit.

Nach 11jähriger, äußerst erfolgreicher Tätigkeit verließ der bisherige Kommandant Gerd Krüger die Kommandobrücke.
Gleichzeitig konnte er für 40jährige Zugehörigkeit zur Schönwälder Wehr geehrt werden. Einstimmig ernannte man ihn auch zum Ehrenkommandanten.

Als Nachfolger wurde Clemens Herrmann gewählt. Stellvertreter und 2. Kommandant ist weiterhin Klaus Fehrenbach.




1993

Nachdem das Rathaus auf Gasheizung umgestellt hatte, konnte der ehemalige Öl-Lagerraum zum Geräteraum der Feuerwehr umgebaut werden. In aufwendiger Eigenarbeit - die alten Öltanks mussten auseinandergetrennt werden - richteten sich die Wehrleute diesen Raum her.

Die Frühjahrsprobe wurde am Fabrikgebäude der ehemaligen Uhrenfabrik Wehrle abgehalten, bevor sie endgültig im Rahmen der Ortskernsanierung dem Abrissbagger zum Opfer fiel. Hierzu wurde in Überlandhilfe die Schonacher Leiter und der Gerätewagen "Gefahr" aus Donaueschingen angefordert. 100 Feuerwehrmänner waren bei dieser gelungenen Schauprobe unter Aufsicht des Kreisbrandmeisters Bau im Einsatz und bewiesen erneut ihre Schlagkraft.

Die Herbsthauptprobe verlief lt. Presse ,,schnell, präzise und perfekt". Sie wurde am Kurzentrum abgehalten. Clemens Herrmann bemerkte, dass eine Personenrettung über die Balkone an der Rückseite des Gebäudes schlecht möglich sei, da der morastige Boden nach Regenfällen den Einsatz der Drehleiter nicht möglich mache. Jedoch erleichtere der gute Brandschutz im Gebäude den Feuerwehrmännern ihre Arbeit erheblich.

In der Generalversammlung wurden auch interessante Zahlen veröffentlicht wie die Feuerwehr im Berichtsjahr 1992/93 wieder die örtlichen Vereine unterstützt hat: Die "Weihermänner" mit 3 Std., die Narrenzunft "Hirtebue" mit 12 Std., den Heimatverein mit 27 Std. und den Skidub mit 138 Std. Über die Gründung einer Jugendfeuerwehr wurde auch nachgedacht doch scheitert das Vorhaben derzeit am Platzmangel. Wilhelm Fehrenbach wurde für seine Treue in 60 Jahren zur Feuerwehr Schönwald geehrt.

Im Dezember 1993 kam es "alle Jahre wieder": das Hochwasser an der "Inselklause"




1994

30 Mann der Feuerwehr ließen ihre Kenntnisse in "Erster Hilfe" in 8 Doppelstunden beim DRK auffrischen, um bei einem Brand für eine eventuelle Erstversorgung von Verletzten gerüstet zu sein.
Die neue, schmucke "Uhrmacher-Ketterer-Halle" wurde eingeweiht und von Einheimischen und Gästen gerne angenommen und sehr gelobt. Kleiner "Wermutstropfen" für die Feuerwehr: Da eine wichtige Brandschutztüre über Monate fehlte, mussten bei größeren Veranstaltungen jeweils 2 Mann Brandschutzwache leisten.
"Tatü-Tata, die Feuerwehr ist da" heißt ein neues Angebot im Ferienprogramm für Kurgastfamilien mit ihren Kindern. Hans-Peter Weis, im Hauptberuf stellvertretender Kurgeschäftsführer, führt die Gäste durch das Spritzenhaus, zeigt die Geräte, Uniformen und führt natürlich die Fahrzeuge vor.
Anfang August 1994 mussten nach einem heftigen Gewitterregen mehrere Keller ausgepumpt werden. Für die Feuerwehr eines der kleinen Probleme, für die Hausbesitzer eher ein großes.
Für Atemschutz- und Schauübungen wurde eine kleine Nebelmaschine aus der Kameradschaftskasse gekauft.
Leider wurde die Feuerschutzabgabe inzwischen vom Verfassungsgericht für unrechtmäßig erklärt und musste aufgehoben werden. Dieses Geld fehlt den Gemeinden im Haushalt. Haben wir doch auch in dieser Chronik lesen können, dass damit immer wieder kleinere Anschaffüngen getätigt werden konnten. Bürgermeister und Gemeinderat versicherten aber der Feuerwehr gegenüber dass die Einsatzfähigkeit der Wehr darunter nicht leiden wird und man immer "ein offenes Ohr" für deren Belange haben wird.
Karl Scherzinger, der über 70 Jahre Mitglied in der Schönwälder Wehr war, wurde zu Grabe getragen. Die Wehr erwies ihm mit einer Abordnung die letzte Ehre.
Erstmals fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr am Kilwi-Samstag im Untergeschoss der "Uhrmacher-Ketterer-Halle" statt. Die Wehr wurde vom Fußballverein, der in der Halle sein "Kilwi-Fest" feierte, vorzüglich mit "Metzelsuppe" bewirtet.




1995

Im Januar 1995 gab es am Stausee / "Inselklause" das übliche Hochwasser.
Der Feuerwehrausschuss wies in einem Schreiben an die Gemeinde Schönwald darauf hin, dass das derzeitige Fahrzeug LF 16 TS bereits 23 Jahre alt ist und spätestens in 8 bis 10 Jahren eine Ersatzbeschaffung notwendig wird.
Die Wehr bekam ein mobiles Funktelefon in den MTW eingebaut; ebenso verfügte sie jetzt über einen Fotoapparat, um Einsätze bildlich dokumentieren zu können.


Der besondere Einsatz
Morgens um 7 Uhr wurde die Feuerwehr Schönwald alarmiert. Eine Katze war wohl in der Nacht auf den Ast eines Baumes geklettert in ca. 4 m Höhe. Als sie bei Tageslicht die schwindelnde Höhe erblickte, verließ sie wohl der Mut. Mit dem LF 16 TS konnte unter den Ast gefahren werden und die Katze befreit werden.
Aus dem Protokollbuch



Im Feuerwehrausschuss wurde einstimmig die Gründung eines Fördervereins beschlossen. Die notwendigen Vorarbeiten sollen in die Wege geleitet werden.
Es fand auch die erste Vorbesprechung zum l25jährigen Jubiläum im Jahre 1998 statt, das ohne Kreisfeuerwehrtag stattfinden soll.




1996

Der besondere Einsatz
Ein Rettungswagen des DRK Triberg hat sich im Josefsweg derart im Schnee festgefahren, dass er von der Feuerwehr "befreit" werden musste.
Aus dem Protokollbuch



Am 18. Mai 1996 brannte ein Kühlschrank im Hotel "Falken". Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Großbrand im Entstehen verhindert werden.

Eine Scheuer und eine Baumgruppe des ,,Feißenhofes" im Baslertal gerieten am 23. Juli 1996 durch Blitzschlag in Brand. Der derzeit unbewohnte Hof konnte durch den schnellen Einsatz der Schönwälder Wehr mit 32 Mann geschützt werden.
Auch das war 1996: 16 Proben, 2 Proben für Atemschutzgeräteträger, 3 Proben für Maschinisten.


 

Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Schönwald wurde bei der 123. Generalversammlung am 19.10.1996 gegründet. 40 Wehrmänner sowie Bürgermeister Hans-Georg Schmidt und der stellvertretende Bürgermeister Adalbert Oehler trugen sich als Gründungsmitglieder ein. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 DM/Jahr, wobei die Mitglieder der Feuerwehr beitragsfrei bleiben.

Vorsitzender Clemens Herrmann

Stellvertreter Klaus Fehrenbach

Kassier Christof Faller

Schriftführer Manfred Fehrenbach

Beisitzer Engelbert Dold, Paul Scherer, Albert Weis

Der Verein wird gemeinnützig sein. Alle Einnahmen und Erlöse sollen ausnahmslos der Feuerwehr zugute kommen.




1997

Am 22. Januar 1997 brannte der Feißenhof kurz vor 3 Uhr in der Nacht. Mit 30 Mann wurde versucht, den unbewohnten Hof zu retten, was jedoch nicht möglich war, da er beim Eintreffen der Löschmannschaften im Dachstuhl und Ökonomieteil bereits im Vollbrand stand. Die Hitzeentwicklung war so stark, dass ein Annähern von mehr als 30 m in der Anfangsphase nicht möglich war.
Am 9. April brannte ein Lagerschuppen mit Werkstatt und Garagen des niedergebrannten Feißenhofes ab.
Ende April brannte es großflächig an der Schwarzwaldbahn im Gebiet Gremmelsbach bis Hornberg. Ausgelöst wurde der Flächenbrand, der aufgrund der Trockenheit rasch um sich griff, durch heißgelaufene Bremsklötze an einem Güterzug. Mehrere Feuerwehren aus den Kreisen Ortenau und Schwarzwald-Baar waren mehrere Tage im Einsatz. Die Schönwälder Wehr war als Reserve alarmiert kam aber nicht zum Einsatz.
Beim 1. Schwarzwälder Bike-Marathon im September übernahm die Feuerwehr die Absperrung auf Schönwälder Gemarkung.

Eine seltene Ehrung konnte Kommandant Clemens Herrmann bei der 124. Generalversammlung vornehmen:
Hermann Hettich wurde für 70jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Schönwald geehrt und mit einer Urkunde und einem Geschenkkorb bedacht. Der Geehrte ist 89 Jahre alt und nimmt in erstaunlicher Rüstigkeit regen Anteil am Feuerwehrgeschehen.

Neuwahlen standen ebenfalls auf der Tagesordnung:

Kommandant Clemens Herrmann wurde mit überwältigender Mehrheit bestätigt. Aus beruflichen Gründen trat der 2. Kommandant Klaus Fehrenbach nach 16jähriger erfolgreicher Tätigkeit von seinem Posten zurück. Ihm galten herzliche Dankesworte von Bürgermeister Schmidt und Kommandant Herrmann.
Zu seinem Nachfolger wurde Engelbert Dold gewählt. Schriftführer bleibt Manfred Fehrenbach, Kassier Christof Faller.
12 Bewerber traten zur Wahl in den Feuerwehrausschuss an. Gewählt wurden Engelbert Dold, Christof Eschle, Christof Faller, Manfred Fehrenbach, Johannes Göppert und Paul Scherer.




1998

Das Jahr steht ganz im Zeichen der Vorbereitung des 125jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Schönwald im Schwarzwald.

Am Sonntag, 1.2.1998, war für die Mannschaft Antritt zum Fototermin für die Chronik in der "Uhrmacher-Ketterer-Halle".
In mehreren Sitzungen des Feuerwehrausschusses, der mit einigen weiteren Mitgliedern aus der Wehr zum kleinen "Festausschuss" erweitert wurde, beriet man die Abläufe des Festes:


26. Juni 1998
Festbankett in der "Uhrmacher-Ketterer-Halle"

3.-6. Juli 1998
Festjubiläum im Festzelt auf der ,,Escheck" Wie in unserem Dorf üblich, werden alle Vereine den ,,Jubelverein" tatkräftig unterstützen und vor allem die Bewirtung während des Festes übernehmen. Hierzu fanden schon mehrere Sitzungen mit den Vereinsvorständen bzw. deren Wirtschafter statt, um die Aufgaben zu verteilen.

Im Jubiläumsjahr zählt die Freiwillige Feuerwehr Schönwald im Schwarzwald:

41 aktive Mitglieder (darunter 1 Frau)
15 passive Mitglieder der Altersmannschaft




1999

Im abgelaufenen Vereinjahr wurden diverse Einsätze und Proben durchgeführt. Die Einsätze gliedern sich in:

18 techn. Hilfeleistungen 2 Kleinbrände
18 Absperrdienste 1 Fehlalarm
4 Ölalarme

um für diese Fälle ausgebildet zu sein wurden

15 allgemeine Proben
4 Atemschutz-Proben
4 Maschinisten-Proben abgehalten.


In diesen Proben wurden die Grundausbildung, den Umgang mit den Straßenrettungsgeräten, die Förderung von Wasser über lange Strecken sowie die theoretischen Kenntnisse verbessert.
Außerdem waren wieder verschiedene Kameraden auf Lehrgängen zum Maschinisten, Atemschutzgeräteträger, Truppmann und Truppführer.


Chronologische Schilderung des Vereinsjahres:


18.10.98 Der 1. Einsatz war bereits ein Tag nach der Generalversammlung. Alarm auf der K5728, dort hatte sich ein Verkehrsunfall mit 1 Person ereignet.

28.10.98 Auf der gleichen Stecke lag ein Baum auf der Straße.

29.10.98 Wassereinbruch im Keller der Familie Cuzzolin.

30.10.98 Verkehrsunfall auf der K5728. Es mußte lediglich das auslaufende Öl aufgefangen werden.
              Wassereinbruch bei Frau Pahling im Schwarzenbach.

01.11.98 Auf der B500 lag ein umgeknickter Baum auf der Straße.

14.11.98 Unterstützung beim Aufbau der Weihnachtsbeleuchtung mit 5 Mann und dem TLF.

07.12.98 Nach der Probe fand noch eine Weihnachtsfeier im Gerätehaus statt.

13.02.99 Beim Wettkampf und Training zum FIS-Ladies Grand-Prix waren 8 Mann im Einsatz.

18.04.99 Kaminbrand um 18.12 Uhr bei Emil Kuner.

30.04.99 Unterstützung des Heimatvereins beim Aufstellen des Maibaums

20.05.99 Um 17.47 Uhr wurden wir alamiert. In der Böcklinstr. war ein Gabelstabler umgestürzt und eine Person    
              eingeklemmt. Mit allen Fahrzeugen und 24 Mann rückten wir aus. Bei dem Verletzten handelte es sich um
              unseren Feuerwehrkameraden Robert Herrmann, der an der Unfallstelle verstarb.

30.05.99 Besuch des 125jährigen Jubiläums der FFW Blumberg.

10.07.99 Bei der Französischen Nacht übernahmen wir die Absperrung.

13.07.99 Wassereinbruch bei der Familie Knopp.

01.09.99 Ölspur auf der B500

M. Fehrenbach Schriftführer




2000

Im abgelaufenen Vereinjahr wurden diverse Einsätze und Proben durchgeführt.

Die Einsätze gliedern sich in

4 techn. Hilfeleistungen 1 Kleinbrände
1 Brand 1 Fehlalarm
1 Ölalarme

um für diese Fälle ausgebildet zu sein wurden

14 allgemeine Proben
4 Atemschutz-Proben
4 Maschinisten-Proben

abgehalten. In diesen Proben wurden die Grundausbildung, den Umgang mit den Straßenrettungsgeräten, die Förderung von Wasser über lange Strecken sowie die theoretischen Kenntnisse verbessert.

Außerdem waren wieder verschiedene Kameraden auf Lehrgängen zum Maschinisten, Atemschutzgeräteträger, Truppmann und Truppführer.


Chronologische Schilderung des Vereinsjahres:

09.10.99 Kommandantenbesprechung in Schwenningen.

13.11.99 Glatteis auf der K5728. Dadurch ereignete sich ein Verkehrsunfall.

12.12.99 Umgestürzter Baum auf der K5728.

26.12.99 Orkan Lothar hatte an verschiedenen Stellen seine Spuren hinterlassen. Umgestürzte Bäume, umgestürzte
              Buswartehäuschen, eingeklemmte Pkw's.

08.01.00 Zimmerbrand bei der Familie Heim.

09.02.00 Wohnungsbrand im Kurzentrum. 25 Mann, alle Fahrzeuge und die DLK und LF8 aus Schonach waren im Einsatz.

08.05.00 Alarmübung mit Furtwangen auf der Nachsorgeklinik Katharinenhöhe.

09.06.00 Ölunfall in Richtung Triberg auf der B500.

17.06.00 Geschicklichkeitsfahren in St. Georgen

02.07.00 Fehlalarm Brandmeldeanlage Hirschen

02.10., 09.10. und 14.10.00 Herbsproben

M. Fehrenbach Schriftführer




2001

Im abgelaufenen Vereinjahr wurden diverse Einsätze und Proben durchgeführt.

Die Einsätze gliedern sich in

1 techn. Hilfeleistung 2 Kleinbrände
2 Fehlalarm
3 Ölalarme

um für diese Fälle ausgebildet zu sein wurden

14 allgemeine Proben
7 Atemschutz-Proben
2 Maschinisten-Proben

abgehalten. In diesen Proben wurden die Grundausbildung, den Umgang mit den Straßenrettungsgeräten, die Förderung von Wasser über lange Strecken sowie die theoretischen Kenntnisse verbessert.

Außerdem waren wieder verschiedene Kameraden auf Lehrgängen zum Maschinisten, Atemschutzgeräteträger, Truppmann und Truppführer.


Chronologische Schilderung des Vereinsjahres:

20./21.10.00 Kommandantenseminar auf der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal

04.12.00 Weihnachtsfeier mit Besuch des Nikolaus

21.01.01 Kaminbrand in Weißenbach bei der Familie Mark. Der Kamin brannte auf der gesamten Länge. Durch den Einsatz
              von Atemschutz wurden die gefährdeten Stellen gekühlt. Die DLK aus Schonach wurde angefordert.

01.03.01 Weiterer Kaminbrand in der Uhlandstr. bei der Familie Kaltenbach. Die AL 18 wurde aufgestellt und die Kugel
              durch den Kamin geworfen. Der Kamin wurde dann unter Aufsicht des Kaminfegers ausgebrannt

09.03.01 Öleinsatz auf'm Bühl

12.03.01 Öleinsatz auf der B500 in Richtung Triberg. Auf einem LKW war ein Ölfass umgekippt.

07., 14., 21.05.01 Frühjahrsproben

21.07.01 Eine Gruppe unserer Wehr nahm an den Leistungswettkämpfen in Nußbach teil und errang das Abzeichen in
              Bronze.

02.08.01 Öleinsatz durch auslaufendes Öl aus einem Tankzug.

18.09.01 Fehlalarm Brandmeldeanlage Hirschen

20.09.01 Fehlalarm Brandmeldeanlage Hirschen

M. Fehrenbach Schriftführer




2002

Tätigkeitsbericht für die Zeit vom 20.10.01 – 19.10.2002

Im abgelaufenen Vereinsjahr wurden wieder diverse Einsätze und Proben durchgeführt.

Die Einsätze gliedern sich in

3 Kleinbrände
2 Öl-Einsätze
1 Brandwache
9 technische Hilfeleistungen
2 Kaminausbrennen
1 Personensuche

um für diese Fälle ausgebildet zu sein wurden

13 Gesamtproben
5 Atemschutzproben
3 Maschinistenproben

abgehalten. In diesen Proben wurden die Grundausbildung, den Umgang mit den Straßenrettungsgeräten, die Förderung von Wasser über lange Strecken sowie die theoretischen Kenntnisse verbessert.

Außerdem waren wieder einige Kameraden auf verschiedenen Lehrgängen.

Ich darf nun auf den Ablauf des Vereinsjahres zurückkommen und eine chronologische Schilderung vornehmen:

Die Herbsthauptprobe im abgelaufenen Jahr fand am Hotel Adler statt. Anschl. wurde die Generalversammlung in der Uhrmacher Ketterer Halle abgehalten. Besonders erwähnens werde Sachen wurden nicht behandelt.

17.11.01 Schornsteinfeger Kammerer forderte die Feuerwehr zum Kaminausbrennen an. Bei 3 Anwesen wurde der Kamin-
              ausgebrannt es waren 7 Mann, das LF 16 sowie das TLF im Einsatz.

24.11.01 In Hüfingen-Mundelfingen war eine Dienst und Verbandsver- sammlung. Unsere Wehr war mit 4 Mann vertreten.

29.12.01 Ein Wohnungseigentümer aus den Terrassenhäuser alarmierte die Wehr, wegen Wasser auf der Terrasse. 2
              Mann rückten aus, 10 waren im Gerätehaus in Bereitschaft. Es wurde 1 kleine Tauchpumpe bereitgestellt. Nach
              einer halben Stunde war der Einsatz beendet.
              Gegen Abend des selben Tages wurden wir in die Inselklause gerufen. Die Eigentümer hatten Angst, ein am
              Haus aufgestelltes Gerüst würde unterspült. 12 Mann waren im Einsatz 5 Mann in Bereitschaft. Da es bereits
              wieder angefangen hatte zu schneien, war keine Gefahr und die Wehr rückte nach Besichtigung wieder ab.

30.12.01 Um 0.52 Uhr wurden wir über die Weckerlinie alarmiert. Beim Kurhaus Viktoria stand die Straße ca. 25 cm unter
              Wasser. Die Straßenabläufe wurden gereinigt, damit das Wasser ablaufen kann. 8 Mann waren im Einsatz,
              weitere 8 standen in Bereit- schaft. Nach 1 Stunde war Einsatz Ende.

6.01.02 An der Neujahrsitzung in Unterkirnach nahmen 2 Mann unserer Wehr teil.

27.01.02 Durch die Polizei wurden wir über die Leitstelle alarmiert. Im Neubaugebiet Sägebauer drohte eine Bauwagen
              durch Sturm- Einfluss abzustürzen. Der Wagen wurde gesichert. 8 Mann waren im Einsatz 10 in Reserve.
              Einen weiteren Einsatz hatten wir um 11.30 Uhr bei der Familie Cuzzolin. In der Garage sowie im Heizraum war
              Wasser eingedrungen. Mit Tauchpumpen und dem Wasserstaubsauger wurde das Wasser abgesaugt. 7 Mann
              waren 1.5 Stunden im Einsatz.

23.03.02 Die Wälderhexen führten in der Uhrmacher Kettererhalle einen Tanzabend ab. Wegen des großen Andranges
              wurde die Wehr um eine Brandwache gebeten. 4 Mann wurden abgestellt.

25.04.02 In Schwenningen war eine Kommandanten Besprechung. Clemens Herrmann nahm teil.

13.05.02 Am Mütterheim wurde eine Alarmübung abgehalten.

18.05.02 Bei 3 weiteren Anwesen wurde das ausbrennen des Kamins durch die Wehr kontrolliert. 4 Mann waren
              eingesetzt.
              Um 20.40 Uhr wurden wir alarmiert. Ölspur auf der K 5728 am Mühleberg. Nach einem Verkehrsunfall war Öl
              ausgelaufen. 4 Mann streuten Ölbindemittel und beseitigten die Rutschgefahr.

Schreck beim Schriftführer. 19.30 Uhr Alarm Brand in der Hauptstr. 13. 28 Mann rückten aus. Beim Eintreffen an der Brandstelle hatte die Jugendwehr bereits Wasser bis zum Verteiler gelegt, nachdem die Bandmeldung während einer Probe der Jugendwehr einging. Nach Erkundung der Brandstelle war ein Marmeladetopf in Brand geraten. Dieser wurde vom Feuergenommen und das Haus durch den Drucklüfter vom Rauch befreit. Ende gut alles gut. Einsatz Ende um 20.15 Uhr.

Den nächsten Einsatz hatten wir um 14.30 Uhr. Brandmeldung bei der Fam. Clemens Hettich auf dem Leptig. Die Kellerräume, Heizung und Holzraum brennen beim Eintreffen der Wehr. Es waren 23 Mann und alle Fahrzeuge eingesetzt. Der Angriffs- trupp unter Atemschutz löschte den Brand. Mit dem Druck-lüfter wurde der Rauch abgesogen. Nach 3 Stunden konnte die Wehr wieder abrücken.

Zu einem Verkehrsunfall wurden wir um 22.28 Uhr gerufen. Bei einem Motorradunfall war Öl und Benzin ausgelaufen. Durch Rutschgefahr wurde beseitigt und verunreinigtes Erdreich ent- fernt. 15 Mann waren eingesetzt.

Zu einem Kaminbrand wurde wir um 22.25 Uhr alarmiert. Bei der Familie Herbert Kaltenbach brannte der Glanzruß. Beim Eintreffen der Wehr waren nur noch vereinzelte Glutnester vorhanden. Der Kamin wurde gereinigt und die Wehr konnte um 23.30 Uhr wieder abrücken.

In der Bourg-Achard-Straße lag ein Baum über der Straße. 2 Mann beseitigten die Gefahr.

Um 23.19 Uhr die nächste Alarmierung, auf der Guten lag ein großer Ast auf der Fahrbahn. 9 Mann rückten aus und be-seitigten die Gefahr. 4 Mann waren in Reserve im Gerätehaus.

Durch die Polizei wurden wir um Amtshilfe gebeten. In der Gerwigstr. sollte eine Wohnungstür geöffnet werden. Im Verlauf der Tätigkeit klärte dann die Polizei, dass eine verwirrte Frau aus dieser Wohnung in das Krankenhaus Furtwangen einge-liefert wurde und diese im Krankenhaus verschwand. Nachdem die Frau nicht auftauchte wurde eine große Such- aktion zusammen mit dem DRK vorgenommen. Nach 4.5 Stunden konnte die Frau dann in einem ganz anderen Bereich aufgefunden werden. Dies war Zufall, dass Kamerad Michael Pfaff mit seinem Bruder telefonierte, der die Frau an der Kalten Herberge gesehen hatte.

Um 22.50 Uhr wurden wir alarmiert. Verkehrsunfall auf der B 500. Wir rückten mit allen 3 Fahrzeugen und 14 Mann aus. Beim Eintreffen an der Unfallstelle war die FFW-Triberg vor Ort und hatte alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen. Wir sorgten für die Verkehrsregelung bis die eingeklemmte Person aus dem PKW gerettet war. Gegen 24 Uhr war der Einsatz beendet.

Um 8.10 Uhr wieder Verkehrsunfall auf der B 500. 18 Mann waren im Einsatz. Da aus der Motorhaube eines Fahrzeuges Qualm aufstieg, wurde die Ursache abgeklärt und die Batterie abgeklemmt. Das auslaufende Öl wurde aufgenommen und die Straße gesäubert. Um 9.15 Uhr war die Gefahr beseitigt.

M. Fehrenbach Schriftführer




2003

Tätigkeitsbericht für die Zeit vom 19.10.02 – 18.10.2003

Im abgelaufenen Vereinsjahr wurden wieder diverse Einsätze und Proben durchgeführt.

Die Einsätze gliedern sich in

4 Kleinbrände
1 Öleinsatz
1 Brandwache
1 Fehlalarm
7 techn. Hilfeleistungen
1 Personensuche
70 Wasserfahrten

um für diese Fälle ausgebildet zu sein wurden

10 Gesamtproben
5 Atemschutzproben
3 Maschinistenproben

abgehalten. In diesen Proben wurden die Grundausbildung, den Umgang mit den Straßenrettungsgeräten, die Förderung von Wasser über lange Strecken sowie die theoretischen Kenntnisse verbessert.

Außerdem waren wieder einige Kameraden auf verschiedenen Lehrgängen.

Ich darf nun auf den Ablauf des Vereinsjahres zurückkommen und eine chronologische Schilderung vornehmen:


19.10.02

Die Herbsthauptprobe im abgelaufenen Jahr fand beim Kommandanten der Bauschlosserei Herrmann statt. In der anschließenden Probenbesprechung wurden einige kleine Fehler aufgezeigt. Im Anschluss wurde die Generalversammlung in der Uhrmacher Ketterer-Halle abgehalten. Bei dieser waren Neuwahlen durchzuführen, die im wesentlichen keine Änderungen hervorbrachten. Der Feuerwehrausschuss wurde jedoch mit jüngeren Kameraden besetzt.

Unser langjähriger Gerätewart Wolfgang Krüger und Kamerad Christof Eschle nahmen an einem Seminar in Villingen teil, bei dem die Aufgaben des Gerätewartes erläutert wurden.


23.11.02

Bei einer Dienst- und Verbandsversammlung wurden wir durch 4 Kameraden vertreten.


8.12.02

Beim Naturfreundehaus Küferhäusle war durch den Sturm ein Baum umgerissen und auf die Fahrbahn gefallen. Um 16.10 Uhr wurden wir durch die Leitstelle alarmiert. 10Mann rückten mit dem LF 16 und dem MTW aus. Der Baum war jedoch von einem Land-wirt bereits von der Straße gezogen.

Die nächste Alarmierung war um 22.20 Uhr, Baum über der Fahr-bahn auf der K 5728 im Bereich Guten. 14 Mann rückten mit dem LF16 und dem MTW aus und beseitigten das Hindernis.


9.12.02

Ein Baum blockiert die B 500 an der Ortsausfahrt Richtung Triberg. Die Alarmierung erfolgte um 8,05 Uhr, 12 Mann waren mit dem LF 16 und dem MTW im Einsatz und machten die Fahrbahn frei.

Am Abend des selben Tages um 22.20 Uhr der nächste Einsatz Baum über der Straße auf der B500 am Ortsausgang Richtung Furtwangen. Mit 12 Mann wurde die Fahrbahn geräumt.


10.12.02

Um 9 Uhr wurden wir über die Weckerlinie alarmiert, Baum auf PKW gestürzt. 10 Mann waren im Einsatz, da jedoch keine Personen im PKW waren und weitere Bäume unter der Schneelast zu brechen drohten wurde der Parkplatz in der Keplerstraße abgesperrt.


13./14.12.03

Um 18 Uhr wurde unsere Wehr alarmiert. Die Leitstelle informierte, ein 3jähriges Kind ist im Bereich Stöcklewald bei einem Spaziergang in den Wald gelaufen und nicht zurückgekommen. Vor Ort waren dann die Polizei, das DRK und weitere Feuerwehren aus der Umgebung. Die ganze Umgebung wurde Erfolglos abgesucht, der Einsatz um 0,30 Uhr abgebrochen. Morgens um 8 Uhr wurde die Suche wieder fortgesetzt. Gegen 12,30 Uhr wurde das Kind dann ziemlich unversehrt gefunden. Von unserer Wehr waren 25 Mann mit allen Fahrzeugen im Einsatz.


2.1.03

Auf der B 500 auf der Escheck und der K5728 waren wieder Bäume umgestürzt und auf die Fahrbahn gefallen. 10 Mann waren mit dem LF 16 und dem MTW im Einsatz. Dieser dauerte von 18,24 – 19 Uhr.


5.1.03

Zu einem Kaminbrand bei der Fam. Kern im Tiefenbach wurden wir von der Leitstelle um 17.38 Uhr alarmiert. 15 Mann und alle 3 Fahrzeuge waren im Einsatz. Beim Eintreffen am Einsatzort waren nur noch vereinzelte Glutnester im Kamin. Das Einsatzende war um 19 Uhr.


6.01.03

An der Neujahrsitzung in Unterkirnach nahmen Clemens Herrmann und Engelbert Dold teil.


26.01.03

Fehlalarm über die Brandmeldeanlage im Hotel Hirschen.


18.2.03

Über die Leitstelle ging die Meldung Brand im Sicherungskasten in Weißenbach bei Kamerad Anton Fehrenbach ein. 13 Mann rückten mit allen Fahrzeugen aus. Der Brand war beim Eintreffen jedoch schon gelöscht. Es wurde alles nachkontrolliert.


22.2.03

Um 18.10 Uhr wurden wir zu einem Verkehrsunfall auf der K 5728 im Bereich Guten alarmiert. 15 Mann mit allen Fahrzeugen rückten aus. Personen waren keine eingeklemmt. Die Straße wurde von uns gesperrt, bis die Polizei an der Unfallstelle eintraf. Nach 1 Stunde war der Einsatz beendet.


25.2.03

Um 20 Uhr wurden wir von der Leitstelle alarmiert, Kaminbrand in der Amselstraße im Haus von Joachim Faller. 21 Mann mit allen Fahrzeugen rückten aus. Das Kamin brannte im oberen Drittel. Die Luftzufuhr wurde Reguliert und der Brand überwacht und anschl. der Glanzruß entfernt. Der Kaminfeger kontrolliert den Zustand des Kamins und äußerte weiter keine Bedenken. Nach 1 Stunde konnten wir wieder abrücken.


31.3.03

Kommandant Herrmann nahm an einer Info-Veranstaltung des Landratsamtes über Pockenschutzimpfungen bei bioterroristischen Anschlägen teil.


10.5.03

Paul Scherer und Rüdiger Trapp nahmen an einer Gruppenführer-fortbildung der Landesfeuerwehrschule im Landratsamt teil.


12.5.03

Um die tatsächliche Einsatzbereitschaft zu überprüfen, wurde eine Alarmübung durchgeführt. Das Fabrikgebäude von Herrn Filipovic diente als Übungsobjekt. Anschl. wurde eine Probenbesprechung abgehalten.


21.7.03

22 Uhr Alarmierung, Waldbrand beim Haus Schönwald von der Katharinenhöhe. 24 Mann rückten mit allen Fahrzeugen aus. Das Haus Schönwald stand leer, Waldbrand war nicht zu sehen und es konnte auch kein Brandgeruch festgestellt werden. Wir fuhren weiter zum Haupthaus auf der Escheck und wurden bereits von Gästen erwartet. Nach einigem suchen stellten wir fest, dass ein Grundstückseigentümer im Oberen Katzensteig altes Heu ver-brannte. Aus Sicherheitsgründen wurde die Glut gelöscht.


16.9.03

Zur Beseitigung einer Ölspur rückten 2 Mann auf die B 500 Einmündung K5728 aus. Die Ölspur wurde mit Ölbindemittel ab gestreut und zur Absicherung Verkehrsschilder aufgestellt.

Eine Besonderheit für unsere Wehr in diesem Sommer war die Tatsache, dass insgesamt 70 mal mit dem TLF 8 Wasser gefahren werden musste, nachdem die Quellen durch die lang anhaltende Trockenheit bei vielen Anwesen nicht mehr genügend oder gar kein Wasser mehr lieferten.

M. Fehrenbach Schriftführer




2004

18.05.04

Rhönstraße
kleiner Waldbrand


20.09.04

Schwarzwaldhäuser, Uhlandstraße
Dachbrand


07.12.04

Duffner Ludwig, Schwarzenbach
Kaminbrand



2005

10.04.2005

Duffner Siegfried, Schwarzenbach
Gebäudebrand


21.09.05

Rombach Wolf-Rainer, Schonacherstr. 1
Wohnungsbrand



2006



04.01.06

Gasthaus Rössle, Weißenbach
Brand im Heizraum


18.01.06

Kaltenbach Marianne, Kandelstraße
Zimmerbrand


21.01.06

Reinertonishof Fam. Duffner
Brand


02.02.06

Kern Josef, Tiefenbach
Kaminbrand


03.02.06

Klüdtke Joachim
Kellerbrand


03.08.06

der neue LF 20/16
trifft in Schönwald ein


11.09.06

Tiefgarage/Parkdeck
Kleinbrand


23.11.06

Fam. Hehl, Hauptstraße
Wohnungsbrand


31.12.06

Kopfmann Günther, Fichtelgebirgstr.
Flächenbrand



2007

18.01.07

Lerchenstr. 3
Kaminbrand


20.11.07

Brugger Franz, Röhnstraße
Kleinbrand


30.12.07

Mark Siegfried, Weißenbach
Kaminbrand mit Rauchkammer



2008


03.04.08

Dold Roland, Baslertal
Kaminbrand


10.09.08

Wanderweg beim Küferhäusle
kleiner Waldbrand



2009


21.02.09

Dettki, Hauptstraße
Brand im Treppenhaus


29.04.09

Braun Wilfried, Hinterschützenbach Furtwangen
Kaminbrand


13.11.09

der neue MTW
trifft in Schönwald ein



2010


12.05.10

R. Schumann-Str. 14
Brand eines Ölofens


16.10.2010

neuer 2. Kommandant
Faller Andreas



2011


Größere Einsätze gab es keine,

kleinere Hilfeleistungen wurden erbracht,

um für diese Fälle ausgebildet zu sein wurden

13 Gesamtproben
4 Atemschutzproben
5 Maschinistenproben abgehalten.



2012


13 Gesammtproben
4  Atemschutzproben
5  Maschinistenproben
7  Instandsetzungsproben
5  Sportproben

1 Kleiner Brand
5 Türöffnungen
1 Tierrettung
3 Techn. Hilfeleistung
1 Fehlalarm


20.10.2012

Nach 20jähriger, äußerst erfolgreicher Tätigkeit verließ der bisherige Kommandant Clemens Herrmann die Kommandobrücke.
Als Nachfolger wurde Andreas Faller gewählt.


13.12.2012

Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, Clemens Herrmann zum Ehrenkommandanten der Feuerwehr zu ernennen.



2013


15 Gesammtproben
5  Atemschutzproben
3  Maschinistenproben
8  Instandsetzungsproben
5  Sportproben

2 Kleiner Brand
1 Türöffnungen
1 Brandmeldeanlage
5 Techn. Hilfeleistung
1 mittlerer Brand



2014


Im abgelaufenen Vereinsjahr waren verschiedene Einsätze und Aufgaben zu bewältigen.
Die Einsätze gliedern sich in:

4 Ölspuren
1 Blinder Alarm
1 Suchaktion
3 technische Hilfeleistungen
5 Einsätze der Führungsgruppe C
1 Verkehrsunfall

Um für diese Fälle ausgebildet zu sein wurden:

14 Gesamtproben
4   Atemschutzproben
4   Maschinistenproben
5   Instandsetzungsproben
4   Sportproben

abgehalten. In diesen Proben wurden die Grundausbildung, den Umgang mit den Straßenrettungsgeräten, die Förderung von Wasser über lange Strecken, sowie die theoretische Kenntnisse verbessert und die Geräte und das Gerätehaus in Ordnung gehalten.

Ich darf nun auf den Ablauf des Vereinsjahres zurückkommen und eine chronologische Schilderung vornehmen:

19.10.2013 Die letzte Herbsthauptprobe fand an der Sporthalle Schönwald statt. Es wurde eine starke Rausentwicklung vorgefunden die durch einen Zimmerbrand innerhalb des Skiclubbüros ausgelöst wurde. Alle Personen wurden gerettet und von unserem DRK bestens versorgt.

In der anschließenden Probebesprechung wurden einige kleinere Fehler und eventuelle Verbesserungen des Ablaufs besprochen. Im Anschluss fand die Generalversammlung in der UK-Halle statt.

09.11.2013 Um 23:07 Uhr die Einsatzmeldung: Technische Hilfeleistung. Es handelte sich um mehrere eingeschlossene Personen im Aufzug. Der LF 20/16 und der MTW rückten mit 12 Mann aus.

23.11.2013 Die nächste Alarmierung erfolgte um 13:26 Uhr. Auf der B500 Richtung Triberg lag ein Baum, durch Schneebruch verursacht, auf der Straße. 5 Mann rückten mit dem LF 20/16 aus und beseitigten den Baum in kürzester Zeit.

28.12.2013 Um 15:46 Uhr kam die Alarmierung: Ölspur auf der Straße und im Schnee. Der LF 20/16, der MTW und 8 Mann rückten aus.

03.01.2014 Alarmierung: Ölspur, 5 Mann rückten um 13:17 Uhr mit dem MTW und dem TLF 8/18 aus und beseitigten diese schnell.

16.03.2014 Die Alarmierung erfolgte um 18:37 Uhr. Durch die Wohnung die über dem Restaurant Klosterstüble liegt, tropfte Wasser herab. Die Wohnung wurde darauf hin durchsucht, es handelte sich um eine kaputte Waschmaschine. 9 Mann rückten mit dem LF 20/16 und dem MTW aus.

27.04.2014 Um 22:45 Uhr abends kam die Alarmierung: Führungsgruppe C, es handelte sich nur um ein Grillfeuer. 3 Mann rückten mit dem MTW aus. Der Einsatz war nach 15 min. beendet.

12.05.2014 16:30 Uhr ging erneut die Meldung: Führungsgruppe C ein. Gebäudebrand in Schonach. 3 Mann und der MTW rückten aus.
 
18.05.2014 Die Alarmierung erfolgte um 14:30 Uhr. Ein Auto ist an der Hauptstraße 6 auf eine Mauer gefahren, es ist zum Glück aber nix größeres passiert. 7 Mann rückten mit dem LF 20/16 und dem MTW aus.

13.06.2014 Der nächste Einsatz wurde um 16:39 Uhr alarmiert. Dabei handelte es sich um die Führungsgruppe C. Es handelte sich um einen schweren Verkehrsumfall höhe Langenwanldschanze in Schonach. 1 Mann rückte mit dem MTW aus.
 
08.07.2014 Erneut wurde die Führungsgruppe C um 10:52 Uhr alarmiert. Alarmstichwort: Explosion in Schonach.
3 Mann rückten mit dem MTW aus.

18.08.2014 Um 21:29 Uhr abends kam die Alarmierung. Dabei handelte es sich um einen blinden Alarm. Ein Rauchmelder hatte angeschlagen. Nach dem das Mehrfamilien Wohnhaus gründlich durchsucht wurde konnte nichts festgestellt werden durch was der Rauchmelder ausgelöst wurde. Der LF 20/16, der MTW sowie 11 Mann rückten aus.

18.08.2014 23:47 Uhr nachts kam die Alarmierung zu einer Suchaktion. Ein junger Mann wurde vermisst. Mit Hilfe der Hundestaffel der Polizei und des DRK wurde das Gebiet abgesucht. Um 2 Uhr übernahm die Kripo. 5 Uhr morgens wurde die erfolgslose Suche abgebrochen. Es waren 11 Männer der LF 20/16, der MTW und der TLF 8/18 bei der Suchaktion beteiligt.

30.08.2014 Um 23:27 Uhr alarmiert. Dabei handelte es sich erneut um eine Ölspur auf der B500 Richtung Triberg. 8 Mann rückten mit dem LF 20/16 und dem MTW aus und beseitigten diese schnell.

12.09.2014 Die letzte Alarmierung: Führungsgruppe C VU eingeklemmte Person Schonach Richtung Niederwasser. 2 Mann waren im Gerätehaus bereit zum Ausrücken. Der Einsatz wurde von der Leitstelle abgebrochen, da die FFW Hornberg übernommen hatte.

Schönwald, 18.10.2014. Schriftführer


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